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WildstyleDer Wildstyle zeichnet sich durch extrem komplexe, aufwendig gearbeitete Bilder mit wild und kompliziert mit- und ineinander verschlungenen Graffiti Elementen aus, wobei die Optik im Vordergrund steht und weniger die Lesbarkeit des Schriftzugs. Als Ergänzung der Buchstaben kommen Graffiti-Elemente wie Pfeile, Kringel, verschiedene Ausleger und andere Formen zum Einsatz, die Buchstaben oder auch das ganze Tag werden geschwungen, gedreht, gespiegelt oder in unterschiedliche Richtungen geneigt dargestellt.
Außerdem werden die Buchstaben oder Buchstabenteile gestreckt, gestaucht oder auf andere Art und Weise verformt, möglich sind zudem verschiedene Proportionen der Buchstaben zueinander, Brüche oder Knicke. Alle diese Verfremdungen führen dazu, dass ein spannungsvolles und extrem aufwendiges Gesamtbild entsteht, das dabei aber nicht nur die Buchstaben verfremdet und teils sogar unlesbar macht, sondern vor allem harmonisch und dynamisch wirkt. Genau hier liegt aber die Schwierigkeit und die Kunst der Wildstyles und die hohen Anforderungen an das künstlerische Verständnis, die technischen Fähigkeiten und natürlich die Kreativität und Phantasie des Writers machen den Wildstyle zur Königsdisziplin des Writings.
Graffiti-FilmePHASE2 gilt als einer der Erfinder des Wildstyle, DONDI überarbeitete die Wildstyleletters und stellte sie in einen neuen Kontext. Einige New Yorker Writer, wie DERO, KASE2 oder POEM führten den Wildstyle weiter, bis er irgendwann auch nach Europa kam. Der Film Wild Style, der 1983 erschien und von der Writing- und Hip-Hop-Kultur handelt, gilt heute nicht nur als absoluter Klassiker der Graffiti-Filme, sondern verhalf dem Writing besonders in Europa zu enormer Popularität. Wie erwähnt gilt Wildstyle als Königsdisziplin, wird aber auch kontrovers betrachtet. Hier mal ein Wildstyle Graffiti-Video:
Die einen sind bemüht, das hohe Niveau zu erreichen, das für diesen Stil notwendig ist. Andere hingegen kritisieren, dass die eigentliche Absicht von Graffiti darin besteht, gerade den eigenen Namen durch gut lesbare Schriftzüge bekannt zu machen und nicht in einer szeneinternen Kommunikation mittels kryptisch verschlüsselten Codes. Thema: Wildstyle
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