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Die HipHop-Kultur
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Die HipHop-Kultur
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Ausführliches Portrait über die HipHop-Kultur - von den Anfängen bis heute 

Heute sind Begriffe wie HipHop, Rap, Breakdance oder Graffiti fast schon in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen und die meisten Leute können etwas mit diesen Begriffen anfangen, auch wenn sie selbst nicht Mitglied der HipHop-Szene bzw. ihrer Kultur sind.

Dies ist insofern verwunderlich, als dass die HipHop-Bewegung auf eine sehr viel kürzere Geschichte zurückblickt als viele andere Musikrichtungen und Lebensstile.

 

 

Hinzu kommt, dass HipHop oft nur eingeschränkt massentauglich ist und es HipHop-Künstler damit in vielen Fällen deutlich schwerer haben als Künstler, die kommerziell gut und einfach vermarktbare Pop- und Rockmusik machen.  Nicht zu vergessen ist außerdem, dass beispielsweise Graffitis als wichtiger Teil der HipHop-Kultur nach wie vor oft mit einem illegalen Charakter behaftet sind. Grund genug also, die HipHop-Kultur ausführlich zu betrachten. 

 

Woher kommt eigentlich die Bezeichnung HipHop? 

Der Begriff HipHop selbst wurde schon in den 1970er Jahren geprägt, fest etabliert wurde er allerdings erst durch Afrika Bambaataa. Dabei setzt sich das Wort HipHop aus den Wörtern Hip für in sein und Hop als Umschreibung für eine Party oder ein Tanzereignis zusammen.  

Ebenfalls von Bedeutung ist die Bezeichnung Rap, wobei Rap übersetzt zunächst nichts anderes bedeutet als schlagen oder klopfen. Im Laufe der Zeit wurde das Wort Rap allerdings zum Slangausdruck für Reden im Sinne von Ausplaudern und Verraten, so dass jemand, der Rapper genannt wurde, als Verräter bezeichnet wurde.  

Erst viel später wandelte sich die Bedeutung des Wortes in den heutigen Sinn als Beschreibung für einen rhythmischen Sprechgesang. Rap meint allerdings nur eine Tätigkeit, die zusammen mit Musik, Breakdance und Graffiti zum HipHop gehört. HipHop hingegen umfasst eine Einstellung und eine Lebensweise in ihrer Gesamtheit.  

 

Die Ursprünge des HipHop  

Der HipHop hat sich aus vielen Ursprüngen und Einflüssen heraus entwickelt. Die drei wichtigsten Wurzeln lassen sich dabei einteilen in: 

1.       die musikalischen Wurzeln, die hauptsächlich im Reggae, in afrikanischen Einflüssen, im Jazz, im Funk und im Gospel liegen. 

2.       das gesellschaftliche Umfeld. Der HipHop ist die Musik und der Lebensstil der Straßen in den Ghettos, die überwiegend von Schwarzen bewohnt werden und deren Alltag von Armut, Gangs und Gewalt geprägt ist. 

3.       die Entstehung von Graffitis. Diese haben zwar ihre eigenen Wurzeln, sind jedoch ein wichtiger Bestandteil der HipHop-Kultur.       

 

Die musikalischen Wurzeln des HipHop  

Der HipHop wurde von vielen unterschiedlichen Musikstilen beeinflusst. Zu den wichtigsten gehören dabei der Reggae, afrikanische Einflüsse, der Jazz sowie der Funk.  

 

1.)
Der Reggae hat den HipHop aus mehreren Gründen deutlich beeinflusst.  So kennt der Reggae mit dem Toasting eine Gesangart, die viele Ähnlichkeiten mit dem Rappen aufweist. Schon sehr früh fanden Battles zwischen den Toastern statt und genau solche Wettbewerbe wurden später zu einem wichtigen Bestandteil im HipHop.  

Hinzu kommt, dass es im Reggae schon sehr früh sogenannte Soundsystems gab. Hierbei handelte es sich um mobile Diskotheken, in denen einige DJ-Techniken entstanden. Auch hier gab es schon Battles zwischen den DJs, wobei diese im Reggae Selectors heißen.

  

2.)
Da vor allem der Rap schwarze Musik ist, erklärt es sich eigentlich von selbst, dass afrikanische Traditionen und Gesangsweisen Einfluss auf den HipHop nahmen. Vor allem Griots oder Storyteller, deren Aufgabe darin besteht, Geschichten und Legenden weiterzuerzählen, können als Vorbilder der MCs gewertet werden.  

Die Erzählungen werden dabei mit Trommeln begleitet und erfolgen in aller Regel als rhythmischer Sprechgesang, wobei in der afrikanischen Musik im Allgemeinen rhythmische Elemente im Vordergrund stehen und weniger die Melodie, wie dies bei beispielsweise europäischer Musik der Fall ist.

  

3.)
Auch der Jazz kennt eine Gesangart, die dem Rap sehr ähnlich ist. Das sogenannte Scatten trat im Jazz bereits ab 1900 auf, erlebt seine Blütezeit aber im Jazz der 1930er Jahre und wurde durch Künstler wie beispielsweise Louis Armstrong verbreitet.  

 

4.)
Den größten Einfluss auf den HipHop hat jedoch vermutlich der Funk genommen. Zu den wichtigsten Merkmalen des Funk gehört, dass nicht die Melodie, sondern der Rhythmus im Vordergrund steht.  Dabei ist der Funk eine reine Tanzmusik, die sich auf das Wesentliche beschränkt und dabei auf alles verzichtet, was das Tanzen stören oder behindern könnte.

 



 
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