Infos und Tipps rund um den Popschutz

Infos und Tipps rund um den Popschutz

Der Popschutz kommt zum Einsatz, wenn Gesang und Sprache aufgenommen werden. Sollen bestimmte Blasinstrumente für den richtigen Pfiff sorgen und die Gesamtkomposition des Songs abrunden, wird ebenfalls ein Popschutz verwendet.

Aber was ist ein Popschutz?

Was ist seine Aufgabe?

Und wie teuer ist so ein Teil?

 

Hier eine Übersicht mit den wichtigsten
Infos und Tipps rund um den Popschutz!:

 

Der Popschutz bei Sprach- und Gesangsaufnahmen

Der Popschutz wird auch Popkiller oder Windschutz genannt. Etwas uncharmanter wird manchmal außerdem von einem Spuckschutz gesprochen. Der Popschutz ist aus Schaumstoff oder Nylon gefertigt und wird bei Aufnahmen zwischen dem Musiker und dem Mikrofon angeordnet.

Wenn der Musiker nun die Melodie einsingt oder seinen Rap aufnimmt, filtert der Popschutz störende Geräusche heraus. Auf den Klang der Aufnahme hat der Popschutz zwar keinen Einfluss.

Aber er verhindert, dass unerwünschte und störende Geräusche, die durch die Sprache, das Atmen oder Luftbewegungen entstehen, mit aufgenommen werden.

Aber um was geht es genau? Die Hauptaufgabe des Popschutzes besteht darin, die sogenannten Popgeräusche herauszufiltern. Sie entstehen beispielsweise dann, wenn Buchstaben wie B, D, P und T gesprochen werden. Diese Buchstaben werden auch Verschlusslaute oder Explosivlaute genannt.

Beim Aussprechen dieser Laute stößt der Mund viel Luft nach vorne aus. Tritt der Luftstrom ungebremst auf das Mikrofon, entsteht ein dumpfes und lautes Popgeräusch. Ist hingegen ein Popschutz vorhanden, bremst er den Luftstoß vor dem Mikrofon ab und verhindert so das unschöne Geräusch.

Eine ähnliche Wirkung hat der Popschutz bei Zischlauten. Sie werden durch Buchstaben wie S, Z, ST oder SCH hervorgerufen. Auch hier mildert der Popschutz die unerwünschten Popgeräusche ab.

Schaumstoffüberzüge für das Mikrofon werden deshalb Windschutz genannt, weil ihre Aufgabe darin besteht, Windgeräusche abzufangen. Vor allem bei Außenaufnahmen spielt dies eine große Rolle. Grundsätzlich führen Luftbewegungen nämlich dazu, dass die Membran des Mikrofons zum Schwingen angeregt wird.

Diese Schwingungen erzeugen Geräusche, die die Aufnahme wiederum nachteilig beeinflussen oder schlimmstenfalls auch komplett unbrauchbar machen können.

 

Weitere Effekte vom Popschutz

Der Popschutz dient aber nicht nur als Filter, sondern ist auch in anderer Hinsicht sehr nützlich. So tun sich viele Musiker schwer damit, den richtigen Abstand zum Mikrofon einzuhalten.

Oft neigen sie dazu, zu dicht ans Mikrofon heranzutreten. Die Folge davon können unsauber klingende Aufnahmen mit deutlich hörbaren Atemgeräuschen sein. Ein Popschutz hat in diesem Zusammenhang gleich zwei positive Effekte. Zum einen dämpft er nämlich die Atemgeräusche und zum anderen hält er den Musiker im wahrsten Sinne des Wortes auf Abstand.

Nebenbei verhindert der Popschutz, dass das Mikrofon Spucke abbekommt. Dadurch wird das Mikrofon geschont und wenn mehrere Musiker in einem Tonstudio arbeiten und sich ein Mikrofon teilen, wird die ganze Sache deutlich hygienischer.

Diese Nebenfunktion ist übrigens der Grund dafür, warum der Popschutz bisweilen auch Spuckschutz genannt wird.

 

Der Popschutz als Werbeträger

Der Popschutz ist ein einfaches Zubehörteil, das für Aufnahmen in professioneller und hochwertiger Qualität letztlich unverzichtbar ist. Doch im Laufe der Zeit hat der Popschutz noch eine weitere Funktion dazubekommen. Er dient nämlich immer häufiger auch als Werbeträger.

Durch einen entsprechenden Aufdruck eines Namens, eines Logos oder eines Symbols vermittelt der Popschutz eine Werbebotschaft. Schließlich fällt der Blick zwangsläufig auch auf den Popschutz, wenn das Publikum denjenigen anschaut, der in das Mikrofon spricht oder singt.

Diesen Werbeeffekt nutzen Rundfunkanstalten, Hersteller, namhafte Künstler und Sponsoren gleichermaßen. Aber auch Hobby-Künstler können sich den Popschutz als Werbeträger zunutze machen, indem sie beispielsweise Proben, Aufnahmen und Songdarbietungen filmen und als Videos im Internet veröffentlichen.

Beschriften sie den Popschutz mit dem Künstler- oder Bandnamen, werden auch diejenigen auf den Namen aufmerksam, die den Künstler oder die Band bislang nicht kannten oder eben nicht wussten, wie sie heißen.

 

Die Kosten für einen Popschutz

Der Popschutz wird üblicherweise am Mikrofonständer befestigt und mit einigen Zentimetern Abstand zum Mikro ausgerichtet. Dabei gibt es den Popschutz in vielen verschiedenen Ausführungen, etwa aus Schaumstoff oder mit einfacher oder doppelter Nylonbespannung.

Es gibt Varianten, die universell genutzt werden können, und solche, die speziell auf das jeweilige Mikrofon abgestimmt sind. Auch was die Formen und die Größen angeht, ist die Auswahl groß. Erfreulicherweise ist ein Popschutz dabei schon für recht kleines Geld zu haben. Für einen Popschutz in echter Profiqualität muss der Musiker kaum mehr als 20 Euro investieren.

Wer Gesangs- und Sprachaufnahmen mit und ohne Popschutz miteinander vergleicht, wird verblüfft sein, wie groß der Qualitätsunterschied ist. Hat der Musiker aber keinen Popschutz, kann er sich behelfen, indem er seitlich am Mikro vorbei oder über das Mikro hinweg singt oder rappt.

Dadurch trifft der Luftstrom nicht direkt auf das Mikrofon und die Störgeräusche werden weniger. Eine andere Möglichkeit und ein echter Klassiker ist ein selbstgebastelter Popschutz aus einem Drahtkleiderbügel und einem Nylonstrumpf.

Für einen solchen Popschutz wird der Nylonstrumpf einfach oder doppelt über den Kleiderbügel gezogen und unterhalb vom Kleiderbügelhaken verknotet. Wenn der Kleiderbügel anschließend zu einer Raute gebogen wird, spannt sich der Nylonstrumpf und schon ist der DIY-Popschutz fertig. Der Haken des Kleiderbügels ermöglicht, den Popschutz am Mikrofonständer zu befestigen.

Mehr Anleitungen, Tipps, Ratgeber und HipHop:

Thema: Infos und Tipps rund um den Popschutz

 

Kommentar verfassen