Kunden fürs eigene Tonstudio – 10 Tipps, 1. Teil

Kunden fürs eigene Tonstudio – 10 Tipps, 1. Teil

Viele Musiker leisten sich ein kleines Tonstudio im heimischen Keller. Und eigentlich wäre es ja ganz praktisch, wenn mit diesem Tonstudio auch etwas Geld verdient werden könnte.

Doch wie lässt sich ein Tonstudio vermarkten?

Heutzutage kann sich eigentlich jeder ein Home-Studio einrichten, um seine Musik aufzunehmen. Doch es gibt genug Musiker, die in erster Linie Musik machen wollen und den ganzen Technikkram lieber anderen überlassen. Das wiederum kann durchaus eine Chance für jemanden sein, der ein eigenes Tonstudio hat.

Zudem ist es sicherlich ein schöner Nebeneffekt, wenn das eigene Tonstudio auch ein bisschen Geld einbringt. Und der Musiker kann sich ein zweites Standbein aufbauen, falls der Durchbruch mit der eigenen Musik etwas länger auf sich warten lassen sollte.

Nur: Wie lassen sich Kunden fürs eigene Tonstudio finden? In einem zweiteiligen Beitrag geben wir zehn Tipps.

Hier ist Teil 1!

 

Tipp 1: Ein Alleinstellungsmerkmal finden.

Es gibt sehr viele Tonstudios, in denen ein Musiker oder eine Band ihre Songs aufnehmen könnte. Vom etablierten Profi-Tonstudio mit bester Ausstattung bis hin zum kleinen Hobby-Tonstudio mit eher einfachem Equipment ist alles vertreten. Bevor die Vermarktung des eigenen Tonstudios beginnen kann, muss deshalb eine entscheidende Frage geklärt sein. Sie lautet: Warum sollten Musiker ausgerechnet mein Tonstudio buchen?

Diese Frage zu beantworten, ist natürlich nicht ganz einfach. Nicht umsonst gibt es unzählige Bücher und Ratgeber, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Und nicht umsonst kümmern sich in Unternehmen ganze Abteilungen um das Marketing und die möglichst geschickte Positionierung eines Unternehmens. Im Kern geht es aber darum, das sogenannte Alleinstellungsmerkmal zu finden.

Das Alleinstellungsmerkmal ist das, was das eigene Tonstudio von allen anderen Tonstudios unterscheidet, was es besonders, einzigartig oder bemerkenswert macht. Es kann gut sein, dass es eine gewisse Zeit lang dauert, bis sich ein echtes Alleinstellungsmerkmal herauskristallisiert.

Wichtig ist aber, dass der Tonstudioinhaber ohne lange nachzudenken, überzeugend und aussagekräftig beantworten kann, warum jemand gerade sein Tonstudio nutzen und dafür bezahlen sollte. Denn die Antwort auf diese Frage ist die Basis für die gesamte Vermarktung.

 

Tipp 2: Eine professionelle Internetseite erstellen (lassen).

Im Internet sind jede Menge Musiker und Bands unterwegs, die potenzielle Kunden für das eigene Tonstudio sind. Inwieweit das Angebot für sie interessant ist, hängt davon ab, welche Dienstleistungen angeboten werden. So wird ein Musiker, der irgendwo bei Stuttgart wohnt, eher selten bis nach Bremerhaven fahren, nur um dort eine Demo-CD aufzunehmen.

Bietet das Tonstudio aber an, das Mixing und das Mastering der Songs zu übernehmen, wobei die Songs auf digitalen Wegen übermittelt werden können, kann das Angebot durchaus interessant sein. Der Tonstudioinhaber ist deshalb gut beraten, wenn er sich eine eigene Internetseite leistet.

Die Homepage gibt potenziellen Kunden die Möglichkeit, sich anonym und in aller Ruhe über das Tonstudio, die Leistungen und die Person hinter dem Angebot zu informieren. Im Prinzip ist es ähnlich wie in einem großen Einkaufscenter: Anders als in einer kleinen Boutique kann sich der Kunde hier ungestört alles anschauen, ohne dass ihn ständig ein Verkäufer fragt, ob er weiterhelfen kann. Allerdings erzielt eine Webseite nur dann die gewünschte Wirkung, wenn sie professionell gemacht ist.

Dazu gehört nicht nur eine ansprechende Optik. Genauso wichtig ist, dass alle Anwendungen funktionieren und die Inhalte aktuell sind. Wenn der Tonstudioinhaber in Sachen Informatik und EDV nicht allzu fit ist, sollte er deshalb besser etwas Geld investieren und die Internetpräsenz seines Tonstudios von einem Profi erstellen lassen.

 

Tipp 3: Profile in sozialen Netzwerken anlegen.

Als Ergänzung zur eigenen Webseite sollte der Tonstudioinhaber Profile in den sozialen Netzwerken anlegen. Auch hier tummeln sich viele Musiker, Bands, Produzenten, Unternehmen und andere Leute, mit denen eine Zusammenarbeit zustande kommen könnte.

Je leichter es für potenzielle Kunden ist, sich Informationen zu besorgen, Kontakt aufzunehmen und Anfragen zu stellen, desto eher werden sie von dieser Möglichkeit auch Gebrauch machen. Dabei sollte der Tonstudioinhaber natürlich nicht vergessen, seine Profile mit seiner Homepage zu verlinken und umgekehrt.

Die sozialen Medien sind aber natürlich nicht nur virtuelle Werbeflächen, sondern ideale Plattformen, um Kontakte zu knüpfen. Außerdem kann der Tonstudiobetreiber hier verfolgen, was sich in der Musikszene so tut. Daher sollte er nicht nur darauf warten, dass seine Profile gefunden und kontaktiert werden. Stattdessen sollte er selbst genauso Musikern, Bands und anderen Personen, die etwas mit Musik zu tun haben, aus seiner Region folgen und mit ihnen ins Gespräch kommen.

 

Tipp 4: Ansprechende Visitenkarten besorgen.

Eine ansprechende Internetpräsenz ist gut und wichtig. Aber viele möchten buchstäblich etwas in der Hand haben. Und spätestens im persönlichen Kontakt braucht der Tonstudioinhaber Werbemittel. In diesem Zusammenhang sind Visitenkarten ein äußerst wichtiges Werkzeug.

Schließlich wirkt es alles andere als professionell, wenn der Tonstudioinhaber einem potenziellen Kunden irgendein Stück Papier überreicht, auf das er auf die Schnelle seine Telefonnummer gekritzelt hat.

Möchte der Tonstudioinhaber mit seinem Tonstudio Geld verdienen, muss er wie ein Unternehmer auftreten. Und dazu gehören nun einmal Visitenkarten, die er potenziellen Kunden überreichen kann. Kann und möchte der Tonstudioinhaber etwas mehr Geld ausgeben, kann er natürlich auch Flyer verwenden. Flyer bieten den Vorteil, dass sie die Kontaktdaten und einen Überblick über die angebotenen Leistungen bereithalten.

Wie bei der Webseite gilt aber auch hier, dass ein professionelles Erscheinungsbild wichtig ist. Irgendwelche selbst ausgedruckten Handzettel werden kaum einen Kunden überzeugen. Zumal ein Kunde befürchten könnte, dass der Tonstudioinhaber mit seiner Musik ebenso DIY-mäßig umgehen wird. Wenn der Tonstudioinhaber Werbemittel einsetzt, dann müssen diese wertig aussehen. Zudem sollte das Design einheitlich sein.

 

Tipp 5: Anzeigen schalten.

Ein traditionelles, aber nach wie vor wirksames Werbemittel sind Inserate. Der Tonstudioinhaber kann Kleinanzeigenseiten im Internet nutzen, um sein Tonstudio zu bewerben. Oft können die Inserate hier kostenfrei oder für vergleichsweise kleines Geld geschaltet werden. Teurer sind Anzeigen in Zeitungen und Musikzeitschriften. Auch sie erreichen aber viele potenzielle Kunden.

Für den Anfang und um erste Aufträge an Land zu ziehen, kann es sich auch lohnen, die Dienstleistungen des Tonstudios in Online-Auktionshäusern und Dienstleistungsportalen anzubieten.

Das waren die ersten fünf Tipps. Im zweiten Teil des Beitrags geht es mit fünf Tipps weiter, die sich weniger auf die Vermarktung als solches beziehen, sondern vor allem aufzeigen, wo sich der Tonstudioinhaber gezielt auf die Suche nach neuen Kontakten und Kunden machen kann.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Kunden fürs eigene Tonstudio – 10 Tipps, 1. Teil

 

Kommentar verfassen