Vermeide diese Fehler beim DJing!

Vermeide diese Fehler beim DJing!

Moderne digitale Technik vermittelt den Eindruck, dass so ziemlich jeder auflegen kann. Beflügelt wird der Traum von einer erfolgreichen Karriere als DJ durch die Klischees vom großen Ruhm und schnellen Geld. Die Realität dürfte für Ernüchterung sorgen. Denn zum absoluten Weltruhm bringen es nur die wenigsten.

Vermeide diese Fehler beim DJing!

Und nur ein kleiner Teil der auflegenden Zunft kann sich einen Namen in der Szene machen, sich über Jahre hinweg im Business behaupten und vor allem das Publikum wirklich mitreißen.

Das heißt natürlich nicht, dass es nicht viele gute DJs gibt. Oder dass du vom DJing nicht leben kannst. Nur ist es eben genauso wie bei zum Beispiel Sängern, Schauspielern, Schriftstellern oder Sportlern. Von ihnen gibt es unzählige und viele sind auch wirklich talentiert, aber an die Weltspitze schaffen es nur eine Handvoll.

Damit du erfolgreich in deine Karriere als DJ starten kannst, verraten wir dir, welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest!:

Das falsche Equipment

Als DJ brauchst du die richtigen Medien. Bei deiner Auswahl von Controller, Mixer, Player oder Plattenspieler sollte grundsätzlich nicht der Preis das entscheidende Kriterium sein.

Viel wichtiger sind die Haptik, die Funktionen und die Flexibilität. Außerdem spielt eine große Rolle, welche Musik du spielst und wo du auflegst. Als HipHop-DJ zum Beispiel ist ein Plattenspieler fürs Scratching fast schon Pflicht.

Ein Standalone-Player ist Standard in Clubs, während ein DJ-Controller praktisch ist, wenn du bei privaten Feiern auflegst.

Bevor du etwas kaufst, solltest du gründlich recherchieren. Lese dir Kaufberater durch, gehe auf Messen und probiere das Equipment in Geschäften aus. Vielleicht kannst du auch an einem DJ-Kurs teilnehmen und so herausfinden, mit welcher Technik du am besten zurechtkommst.

Zu viel Ehrgeiz

Eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten wird oft vom Wunsch überlagert, endlich vor Publikum zu spielen. Deshalb greifen die meisten zu, wenn sich die Chance für einen Auftritt bietet.

Läuft dieser Gig dann aber nicht besonders gut, leidet das Selbstbewusstsein und dein Name als DJ hat eine erste Schramme.

Aus diesem Grund solltest du erst vor großem Publikum auftreten, wenn du technisch fit genug bist. Sammle lieber zunächst vor Freunden und bei privaten Partys Erfahrung.

Klappt hier alles sicher, kannst du dich als Warm-up-DJ in Clubs bewerben oder bei Open-Turntable-Abenden auflegen. So gewöhnst du dich daran, mit größerem Publikum umzugehen.

Stilistische Kopien

Selbstverständlich kannst du Vorbilder haben, dich an ihnen orientieren und ihnen nacheifern. Allerdings solltest du keinen Stil einfach kopieren, weder bei der Musik noch im Auftreten. Offensichtliche Kopien kann dein Publikum böse abstrafen.

Generell sollte dein Ziel sein, deinen eigenen Stil zu kreieren. Dabei kannst du musikalisch ruhig mal etwas wagen oder gegen den Strom schwimmen.

Auf diese Weise ergibt sich die Chance, in der Vielzahl an DJs aufzufallen.

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Falsche Prioritäten

Du hast Blends und Cuts intensiv trainiert. Genauso hast du Scratches und das Beatjuggling fleißig geübt. Und verständlicherweise kannst du es kaum erwarten, deine Fähigkeiten endlich dem Publikum zu präsentieren.

Allerdings zählt für das Publikum in erster Linie, dass du im richtigen Moment den passenden Song spielst. Das Publikum bewertet nicht dein technisches Können, sondern misst dich an der Musikauswahl, der Stimmung und dem Aufbau deines Sets.

Dein Augenmerk solltest du deshalb auf die Tracks legen, die gut ankommen. Verzichte lieber auf einen perfekten Übergang mit einem Song, wenn dieser die Stimmung killen könnte.

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Starre Trackliste

Vor einem Auftritt bereitest du dein Set natürlich akribisch vor. Schließlich möchtest du Patzer vermeiden. Doch wenn dein Publikum nicht auf deine Liste anspringt, solltest du nicht starr daran festhalten. Reagiere stattdessen flexibel auf die Stimmung auf der Tanzfläche.

Dazu gehört auch, einen Song, der floppt, nicht zu Ende zu spielen, sondern gleich zu einem Publikumsliebling zu wechseln. Ist die Tanzfläche erst einmal leer, wird es umso schwerer, sie wieder zu füllen.

Mit welchen Songs du die Stimmung retten kannst, hängt von der Location und dem Motto der Veranstaltung ab. Am besten recherchierst du im Vorfeld, welche Tracks das Publikum feiert.

Und:

Selbst wenn du dich als Künstler siehst und so verstanden werden willst, solltest du im Hinterkopf behalten, dass du als DJ immer auch Dienstleister bist. Du legst nicht auf, um dich selbst zu verwirklichen, sondern du spielst für dein Publikum.

Die Fans sind diejenigen, die letztlich darüber entscheiden, wie erfolgreich deine DJ-Karriere verläuft. Versuche deshalb, einen guten Kompromiss zwischen deinen Ideen und dem Geschmack des Publikums zu finden.

Kein Backup

Ein erfolgreicher Auftritt steht und fällt mit dem technischen Equipment. Prüfe deshalb im Vorfeld, ob alles sicher und störungsfrei läuft. Kontrolliere die Akkus und packe sicherheitshalber ein paar Ersatzkabel ein.

Ganz wichtig ist außerdem ein Backup:

Denn Technik kann versagen, doch wenn deine DJ-Software plötzlich einfriert, der Laptop abstürzt oder die gespeicherten Einstellungen nicht mehr abrufbar sind, siehst du alt aus. Für das Backup eignet sich ein zweiter Laptop.

Daneben kannst du ein Tablet oder ein leistungsstarkes Smartphone mit einer mobilen Version der DJ-Software nutzen. Auch ein externes Speichermedium, auf dem du die wichtigsten Songs hast, um den Abend zu Ende zu bringen, kann eine gute Lösung sein.

Deine Absicherung schließt du am besten vor Beginn des Gigs an die PA an. Sollte es wirklich zu einer Störung kommen, ist dein Ersatzsystem sofort einsatzbereit, ohne dass dein Publikum etwas bemerkt.

Und auch für deine Nerven ist es beruhigend, wenn du weißt, dass zumindest aus technischer Sicht nichts schiefgehen kann.

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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki - Dj und Rapper & Christian Gülcan Ex-Rapper, Tänzer, Grafifti-Writer- schreiben hier zu diversen HipHop Themen. Aufgewachsen in der Szene, Musik- Produktionen Radical Movement, Bad Taste Anfang 90. Mitglieder in Graffiti Crews, Tag ICE , Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell Betreuung Kinder im Freestyle HipHop Tanz.

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