Wie gefährlich ist Breakdance?

Wie gefährlich ist Breakdance?

Flotte Musik mit eingängigen Beats, schnelle Schritte, markante Sprünge und Drehungen auf dem Kopf: Das zeichnet Breaking aus, landläufig auch bekannt als Breakdance. Erfunden auf den Straßen New Yorks, ist der akrobatische Tanzsport ab 2024 sogar olympisch. Doch was genau ist Breaking? Wie erreichte der Tanz weltweit eine derart große Popularität? Und warum können die dynamischen Drehungen schlimmstenfalls Tumoren im Kopf begünstigen?

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Wie gefährlich ist Breakdance

Wie ist das Breaking entstanden?

Inzwischen dürfte Breakdance, obwohl die korrekte Bezeichnung eigentlich Breaking heißt, so ziemlich jedem ein Begriff sein. Dabei gibt es diese Tanzform erst seit rund 50 Jahren. Gleiches gilt für die HipHop-Kultur, die neben Breakdance auch Rap, DJing und Graffiti umfasst.

Angefangen hat alles in den 1970er-Jahren in New York. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Szene spielte DJ Kool Herc. Bei den Blockpartys, die er veranstaltete, fiel ihm auf, dass das Publikum vor allem während der Breaks auf der Tanzfläche aktiv war.

Die Breaks sind die instrumentalen Passagen eines Songs. Also fand er eine Möglichkeit, um die Breaks mit seinem Mischpult in die Länge zu ziehen. Damit war das Breaking geboren.

Die Tänzer nannten sich von nun an B-Boys und B-Girls. Sie erarbeiteten fortlaufend neue Tanzschritte, erfanden Bewegungen und feilten an den Techniken. Dadurch brachten sie den Breakdance nach und nach in die Form, die wir heute kennen.

Zu den bekanntesten und zugleich spektakulären Moves gehören unter anderem die Windmühlen und die Head-Spins, bei denen sich die Tänzer auf der Schulter und dem Kopf um die eigene Achse drehen.

Einen positiven Einfluss hatte der Breakdance übrigens auch auf das Zusammenleben der Jugendlichen. Statt sich in gewalttätigen, teils rassistischen Auseinandersetzungen zu messen, konnten sie jetzt nämlich friedliche Wettbewerbe veranstalten, um den besten Tänzer zu küren.

Wie kam der Breakdance zu Olympia?

Vom New Yorker Problemstadtteil Bronx aus verbreitete sich der dynamische Tanz schon bald über die ganze Stadt. Dadurch wurden auch die Medien auf das Breaking aufmerksam. B-Boys und B-Girls traten auf Bühnen und in Talkshows auf.

Sie waren in Musikvideos zu sehen und bekamen Rollen in Fernsehserien und Kinofilmen. Auf diese Weise eroberte der Breakdance zusammen mit dem HipHop allmählich die ganze Welt.

Inzwischen ist das Breaking weit mehr als nur ein Party-Tanz. Wie Graffiti ist es zu einer Kunstform geworden und hat sich gleichzeitig zu einer Sportart entwickelt, in der sich Tänzer weltweit miteinander messen. Dabei gibt es einerseits Eins-gegen-Eins-Wettkämpfe und andererseits sogenannte Crew-Competitions.

Bei diesen Wettbewerben treten ganze Breakdance-Gruppen gegeneinander an. Bekannte Wettbewerbe im Breaking sind zum Beispiel das „Battle of the Year“ und das „Red Bull BC One“.

Ab 2024 wird das Breaking sogar eine Disziplin bei den Olympischen Spielen. Bei der Olympiade in Paris wird der Breakdance damit die erste Tanzform, die jemals olympisch wurde.

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Das Komitee möchte auf diese Weise Olympia verjüngen und nimmt deshalb zunehmend neuere und unkonventionelle Sportarten wie Skateboarding und eben auch Breaking mit in den Wettbewerb auf.

Wie gefährlich ist Breakdance (1)

Wie gefährlich ist denn nun Breakdance?

Die Moves beim Breakdance sehen nicht nur spektakulär aus, sondern sind auch eine hohe Belastung für den Körper der B-Boys und B-Girls.

Die vielen Richtungswechsel, die stoppenden und stauchenden Bewegungen und die Moves in der Hocke und im Vierfüßler-Stand strapazieren die Muskulatur und das Skelett. Akute Verletzungen und chronische Überlastungen bleiben da oft nicht aus.

Zu den häufigsten Unfällen gehören Verletzungen der Sehnen und des Bindegewebes, Kreuzbandrisse und Läsionen am Meniskus. Vor allem die Knie, die Handgelenke und die Schultern sind betroffen.

Die chronische Belastung hingegen äußert sich unter anderem in Entzündungen der Schleimbeutel an den Ellenbogen und den Knien, Quetschungen in den Schultern und absterbenden Zellen in den Handwurzelknochen.

Die wiederholten Drehungen auf dem Kopf können außerdem zum sogenannten „Cone head sign“ führen. Dabei handelt es sich um Unterhaut-Tumoren am Kopf. Ein erstes Anzeichen dafür kann eine Beule am Scheitel sein, die keine Schmerzen verursacht.

Oft geht die Beule mit einem kreisrunden Haarausfall an dieser Stelle einher. Deshalb wird auch vom „Headspin Hole“ gesprochen. An den Schultern und am Rücken können sich durch die ständigen Drehbewegungen ebenfalls Entzündungen bilden und Tumore entstehen.

Um solchen Krankheitsbildern angemessen vorbeugen zu können, fehlt es noch an Wissen. Weil das Breaking ein junger Sport ist, gibt es bislang zu wenig wissenschaftliche Arbeiten dazu.

Orthopäden und Sportmediziner empfehlen zum Schutz vor negativen gesundheitlichen Folgen aber, nicht auf Asphalt und anderen harten Untergründen, sondern auf weichen Böden zu trainieren.

Für manche Bewegungen bieten sich spezielle Protektoren an. Außerdem gilt beim Breakdance wie bei jedem anderen Sport auch, dass es wichtig ist, sich vorher gut aufzuwärmen und dem Körper genug Zeit zu geben, sich nach einer intensiven Trainingseinheit zu regenerieren.

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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki - Dj und Rapper & Christian Gülcan Ex-Rapper, Tänzer, Grafifti-Writer- schreiben hier zu diversen HipHop Themen. Aufgewachsen in der Szene, Musik- Produktionen Radical Movement, Bad Taste Anfang 90. Mitglieder in Graffiti Crews, Tag ICE , Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell Betreuung Kinder im Freestyle HipHop Tanz.

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