10 Gründe, warum vielen Talenten nie der große Durchbruch gelingt, Teil I

10 Gründe, warum vielen Talenten nie der große Durchbruch gelingt, Teil I

Es gibt unzählige Musiker, die riesige Talente sind und echtes Star-Potenzial haben, es aber trotzdem nie schaffen, große Erfolge zu feiern. Vorab ist festzuhalten, dass jeder Musiker anders definiert, was für ihn Erfolg bedeutet. So versteht ein Musiker unter einer erfolgreichen Karriere, wenn er von seiner Musik leben kann.

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10 Gründe, warum vielen Talenten nie der große Durchbruch gelingt, Teil I

Im Unterschied dazu sieht sich ein anderer Musiker erst dann als erfolgreich, wenn er mit einem Song in den Charts platziert war, viele Fans hat oder als Promi auf der Straße erkannt wird.

Doch unabhängig von der konkreten Definition, gibt es eine große Gemeinsamkeit: Unterm Strich geht es darum, die eigenen Ziele zu erreichen und Träume zu verwirklichen. Wie in den meisten Sparten der Kunst ist auch in der Musikbranche zu wenig Talent nur selten die Ursache.

Stattdessen gibt es andere Gründe, warum vielen Talenten nie der große Durchbruch gelingt.

Wir nennen zehn davon!:

  1. Die Konkurrenz ist zu groß.

Ein Grund für den ausbleibenden Erfolg ist zweifelsohne die stetig wachsende Konkurrenz. Im Zeitalter moderner Technologien und Videoplattformen im Internet kann praktisch jeder mit recht wenig Aufwand einen Song aufnehmen und veröffentlichen.

Früher war dieser Weg für viele Musiker der Schlüssel, um auf sich aufmerksam zu machen, Bekanntheit zu erlangen und letztlich den Durchbruch zu schaffen.

Doch inzwischen ist die Masse an Inhalten so groß, dass es für den einzelnen Musiker immer schwerer wird, hervorzustechen und aufzufallen. Damit werden auch die echten Erfolgsstorys zunehmend seltener.

Speziell im HipHop kommt noch dazu, dass das Genre längst im Mainstream angekommen ist. In den Anfängen war es wesentlich leichter, sich einen Namen als Rapper zu machen, eben weil es nur wenige bekannte Größen gab und der Stil etwas Besonderes war.

Mittlerweile vergeht kaum eine Woche, in der der HipHop nicht auf den vorderen Plätzen in den Hitlisten vertreten ist.

  1. Die Herangehensweise ist nicht professionell genug.

Die neuen technischen Möglichkeiten bringen es mit sich, dass die Professionalität abnimmt. Viele Musiker kaufen oder mieten keine hochwertige Ausrüstung mehr, sondern nehmen ihre Songs selbst am Computer oder mit dem Smartphone auf.

Der Weg ins Tonstudio und die Zusammenarbeit mit Profis wird überflüssig, wenn die Geräte daheim Eigenproduktionen ermöglichen.

Diese Herangehensweise ist zwar ein Stück weit nachvollziehbar, hat aber oft Ergebnisse in einer Qualität zur Folge, die weit hinter den Möglichkeiten des Musikers zurückbleibt.

Plattenfirmen lassen sich angesichts der großen Konkurrenz damit kaum beeindrucken oder gar überzeugen.

Wer als Musiker erfolgreich sein möchte, muss deshalb professionell arbeiten und in diesem Zuge dann auch etwas Geld investieren.

  1. Plattenverkäufe bringen weniger Einnahmen ein.

Früher war es für Musiker einfacher, von ihrer Musik zu leben. Das lag auch daran, dass sie einen Teil ihres Lebensunterhalts aus den verkauften Platten finanzieren konnten.

Doch im Zeitalter des Internets gehen Plattenverkäufe stetig zurück. Denn sehr viele Songs sind online gratis erhältlich. Außerdem ist es problemlos möglich, einen Song, der in digitaler Form vorliegt, mit Freunden zu teilen.

Werden weniger Alben verkauft, bedeutet das für den Musiker, dass er weniger Geld verdient. Dadurch wird es schwerer, nur von der Musik zu leben.

  1. Konzerte sind die wichtigste Einnahmequelle.

Weil Plattenverkäufe weniger abwerfen, verdienen Musiker ihr Geld heutzutage hauptsächlich durch Auftritte. Für große, berühmte Stars ist es kein Problem, Hallen oder ganze Stadien zu füllen.

Außerdem können sie Profis engagieren, die sich um die Planung, die Organisation, den Bühnenaufbau und alles Weitere kümmern. Trotz der Ausgaben bleibt von den Ticketverkäufen noch genug übrig, um gut davon zu leben.

Bei unbekannten Musikern sieht die Sache anders aus. Für sie ist es mit deutlich mehr Aufwand verbunden, ein Konzert überhaupt erst auf die Beine zu stellen. Hinzu kommt, dass sie meist vor einem sehr kleinen Publikum spielen werden und die Ticketpreise deutlich niedriger ansetzen müssen.

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Ein weiterer Aspekt ist, dass Plattenverkäufe ein passives Einkommen generieren. Durch die Verkäufe kommt regelmäßig Geld in die Kasse, während sich der Musiker damit befassen kann, neue Songs zu schreiben oder das nächste Album zu produzieren.

Spielt der Musiker hingegen Konzerte, bleibt dafür keine Zeit. Folglich muss eine Tournee soviel Geld einbringen, dass er sich danach eine Auszeit für neue Aufnahmen nehmen kann.

Auch das gestaltet sich bei einem unbekannten Musiker aber äußerst schwierig.

  1. Der lange Atem fehlt.

Viele talentierte Musiker halten nicht durch oder müssen notgedrungen aufgeben. Wer sich im Musikgeschäft erfolgreich etablieren will, braucht heutzutage viel Durchhaltevermögen.

In den seltensten Fällen werden große Stars über Nacht geboren. Viele Musiker, die heute gefeierte Größen sind, haben jahrelang für ihren Traum gekämpft, indem sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten haben und durch kleine Bars getingelt sind, um dort zu spielen.

Aber der Lebensunterhalt muss eben bestritten werden und wenn der Musiker eine Familie hat, trägt er auch für sie Verantwortung. Gelegentliche Auftritte bei Festen, auf Feiern oder in Kneipen, ansonsten aber nur Absagen von Plattenfirmen, können auf Dauer frustrieren.

So manches Talent wirft seinen Traum von einer Karriere als Musiker deshalb (vorschnell) über Bord.

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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki - Dj und Rapper & Christian Gülcan Ex-Rapper, Tänzer, Grafifti-Writer- schreiben hier zu diversen HipHop Themen. Aufgewachsen in der Szene, Musik- Produktionen Radical Movement, Bad Taste Anfang 90. Mitglieder in Graffiti Crews, Tag ICE , Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell Betreuung Kinder im Freestyle HipHop Tanz.

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