Die berühmtesten East-Coast Rapper

Die berühmtesten East-Coast Rapper 

Der East-Coast Rap ist eine Strömung innerhalb des HipHop, der seine Wurzeln in den 1980er Jahren an der US-amerikanischen Ostküste findet. Dabei entsprechen seine Anfänge den Anfängen des HipHop im Allgemeinen, der sich in erster Linie in New York entwickelte und durch Künstler wie beispielsweise Grandmaster Flash, Kurtis Blow oder Slick Rick etablierte.

Die Begriffe East-Coast Rap und East-Coast HipHop kamen erst in den späten 1980er Jahren auf, als allmählich der HipHop als Gegenströmung auch in Los Angeles und damit an der Westküste entstand. 

Dabei dienten die Begriffe aber weniger zur Bezeichnung eines Musikstils im eigentlichen Sinne, sondern vor allem zur geografischen Abgrenzung.     

 

Hier nun aber eine kleine Auswahl der berühmtesten East-Coast Rapper:

 

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Grandmaster Flash gehört zu den absoluten Pionieren des HipHop. Er entwickelte seit 1976 Techniken wie das Cutting, das Backspinning oder das Phasing und damit Techniken, die bis heute das DJ-ing im HipHop prägen.

Neben Run DMC ist Grandmaster Flash bis heute der einzige HipHop-Künstler, der in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde.

 

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Kurtis Blow prägte den Rap in seiner Anfangszeit in besonderem Maße. Sein erster und größer Hit war 1980 „The Breaks“ und gehört heute zu den absoluten Klassikern des HipHop.

Seine Karriere begann der Künstler in den 1970er Jahren als Breakdancer bevor er nach einer Zwischenstation als DJ zum Rap kam. Er war der erste Künstler, der ein komplettes Rap-Album bei einer größeren Plattenfirma aufnahm. 1983 wurde Blow Produzent von den Fat Boys und von Run DMC. Seinen letzten Charthit landete er 1986 mit „I`m Chillin“.

 

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LL Cool J heißt eigentlich James Todd Smith, aber bekannt ist der Rapper auch als Uncle L, The Future of the Funk, Nickelhead, G.O.A.T. und Jacke the Ripper.

Der Künstlername LL Cool J steht für Ladies Love Cool James. Berühmt und anerkannt ist der Künstler für Balladen wie beispielsweise „I need love“ auf der einen und Hardcore-Rap wie in „I Can`t Live Without My Radio“ auf der anderen Seite.

 

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Slick Rick, der eigentlich Richard Walters heißt, und auch als MC Ricky D und The Ruler auftritt, ist ein East-Coast Rapper, der als einer der wichtigsten Old-School-MCs gilt. Geboren ist der Künstler in England, im Alter von zehn Jahren zog er mit seinen Eltern nach New York.

Als Kind verlor Walters ein Auge und trägt seitdem eine Augenklappe, die heute sein Markenzeichen ist. Zu den größten Erfolgen gehören der Track „La Di Da Di“ sowie sein Album „The Great Adventure of Slick Rick“, das 1988 mit Platin ausgezeichnet wurde.

 

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Public Enemy gehörten Ende der 1980er Jahre zu den einflussreichsten Bands der Rapszene. Ihr besonderes Markenzeichen waren die kritischen Texte sowie ihre Auftritte mit Bodyguards im Söldnerlook.

Public Enemy war die erste Rap-Band, die Welttourneen durchführte, was sicherlich auch zur Verbreitung des HipHop in Europa und in Asien beitrug.

 

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De La Soul ist eine Band, die sich aus den Rappern Kelvin Mercer, David J. Jolicœur und Vincent Mason zusammensetzt. Zusammen mit anderen Combos bildete De La Soul die Gruppe der Native Tongue Family.

Diese Bewegung, die No School oder Next School genannt wurde, achtete auf ein freundlicheres Image und beschäftigte sich anstelle von Ghetto- und Gangstalyrics vor allem mit sozialen Themen. Einen weltweiten Hit landete die Combo mit „Me, Myself and I“.

 

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A Tribe Called Quest wird in den Jazz-Rap eingeordnet. Dabei wurde die Band 1985 gegründet, 1998 aufgelöst und schloss sich 2006 wieder zusammen.

Nicht zuletzt wegen der teilweise philosophischen, teilweise sozialkritischen Texte und der mit Jazz-Elementen arrangierten Stücke gilt die Band als eine der beliebtesten Bands von Fans des East-Coast-Sounds.

 

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The Notorious B.I.G. hieß eigentlich Christopher George Latore Wallace und war als Künstler auch unter Biggie, Biggie Smalls und Frank White bekannt.

Der Rapper bezahlte die Auseinandersetzungen zwischen der Ost- und der Westküste im März 1997 mit seinem Leben.

 

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Der Wu-Tang Clan etablierte Anfang der 1990er Jahre einen neuen, düsteren HipHop-Stil. Während der HipHop seinerzeit immer mehr in Richtung Funk und Pop ging, arbeitete die Band mit Posse Cuts und experimentellen Beats.

Das Debütalbum „Enter the Wu-Tang (36 Chambers)“ gehört heute zu den Meilensteinen des HipHop.

 

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Nas ist ein Rapper, dessen Karriere in Queensbridge begann. Sein Debütalbum „Illmatic“ von 1994 gehört heute zu den wichtigsten Alben der HipHop-Szene und der Künstler selbst gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Rapper. 

Nicht zu vergessen sind außerdem berühmte East-Coast Rapper wie Jay-Z, Rakim, Ghostface Killah, KRS-One oder Puff Daddy und die Bad Boys Records, auch wenn die letzten beiden vor allem Pop-beeinflusste Erfolge erzielten.

 

Hier mal ein Rap-Video zu Public Enemy:

 

 

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