20 Beispiele, wie HipHop-Stars zu ihrem Künstlernamen kamen, Teil 3

20 Beispiele, wie HipHop-Stars zu ihrem Künstlernamen kamen, Teil 3

Im Showbusiness ist es nicht ungewöhnlich, sich einen Künstlernamen zuzulegen. Denn nicht jeder bürgerliche Name lässt sich gut vermarkten. Manchmal möchte der Künstler aber auch sein Dasein als Promi vom Privatleben trennen. Doch im HipHop ist ein Künstlername nicht nur üblich, sondern Pflicht. Denn auf der Bühne repräsentiert ein Rapper mehr als nur sich selbst. Er steht stellvertretend für seinen Herkunftsort, seine sozialen Wurzeln und teils für seine ganze Generation.

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20 Beispiele, wie HipHop-Stars zu ihrem Künstlernamen kamen, Teil 3

Ein griffiger Name wird zum Markenzeichen, macht eine klare Ansage und grenzt den Rapper von der breiten Gesellschaft ab.

Vor diesem Hintergrund ist es spannend, wie HipHop-Stars ihren Künstlernamen aussuchen. Haben die Bühnennamen einen tieferen Sinn? Gehen sie auf besondere Ereignisse oder Erlebnisse zurück? Oder sind es zufällige Ideen ohne echte Bedeutung? In einer mehrteiligen Liste zeigen wir anhand von 20 Beispielen, wie HipHop-Stars zu ihrem Künstlernamen kamen.

Hier ist Teil 3!

The Game – Jayceon Terrell Taylor

Weil Taylor schon als kleiner Junge athletisch war und sehr viel Sport machte, gab ihm seine Oma den Spitznamen „game“. Als Künstlername ist die Bezeichnung zwar nicht besonders originell oder ausgefallen, dafür aber simpel und einprägsam.

Wirklich berühmt wurde The Game aber nicht wegen seines Künstlernamens. Stattdessen erlangte er durch seine Tracks Bekanntheit, in denen er gegen 50 Cent wetterte, nachdem Taylor aus der Crew „G Unit“ herausgeflogen war.

The Wu-Tang Clan

Der Wu-Tang Clan hat die HipHop-Szene und das Musikgeschäft in verschiedener Hinsicht geprägt. So ist die Combo eine Konzeptgruppe, die nicht nur eine eigene Philosophie verfolgt, sondern mit neun Mitgliedern auch eine stattliche Größe hat.

Dazu kommt, dass die Gruppe eine Modemarke ins Leben rief und damit die Vermarktung von Fanartikeln einleitete. Beides war bis dahin nicht üblich.

Der Name der Band geht auf den Film „Shaolin and Wu Tang“ zurück. In dem Film geht es um Kampfkünste und darunter ist ein chinesischer Kampfstil namens „Wudangquan“. Davon leitet sich der Bandname ab.

T.I. – Clifford Joseph Harris jr.

In Atlanta geboren und aufgewachsen, zählt T.I. zu den wichtigsten Rappern der Südstaaten. Nicht unbedingt bescheiden, bezeichnet er sich selbst deshalb gerne auch als der „King ot the South“.

Was den Künstlernamen angeht, hatte es der Rapper ziemlich leicht. Schon als Kind bekam er nämlich den gleichen Spitznamen wie sein Opa, und zwar „Tip“. Für seine HipHop-Karriere behielt er diesen Spitznamen einfach bei.

Allerdings drängte seine damalige Plattenfirma darauf, den Namen etwas abzuändern. Denn es gab bereits einen Rapper, der sich Q-Tip nannte. Um Verwechslungen auszuschließen, wandelte Harris seinen Künstlernamen deshalb in T.I. ab.

Tupac – Lesane Parish Crooks

Die Eltern, vor allem aber der Vater des Rappers, engagierten sich in der Black-Panther-Bewegung. Mit einem sozialistischen Leitsatz und einem nationalistischem Unterton kämpfte die Bewegung gegen den umgreifenden Rassismus und für die Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung.

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Als Lesane Parish Crooks, so der Geburtsname des Rappers, ein Jahr alt war, ließ seine Mutter ihn offiziell in „Tupac Amaru Shakur“ umtaufen. Der Name geht auf einen Freiheitskämpfer aus dem 18. Jahrhundert zurück, der einen Aufstand der Inka gegen die spanischen Kolonialherren organisierte.

Der Aufstand war zwar ohne Erfolg, doch der Name sollte den revolutionären Gedanken unterstreichen.

Der Rapper behielt seinen neuen Vornamen später auf der Bühne bei und wurde zu einem der wichtigsten Vertreter des HipHop der 1990er-Jahre. 1996 und gerade einmal 25 Jahre alt, erlag Tupac einer Schussverletzung.

Waka Flocka Flame – Juaquin James Malphurs

Die „Muppetshow“ ist eine Puppenshow für Erwachsene. Doch es gibt auch eine Version für Kinder, die „Muppet Babies“ heißt. Malphurs war ein riesiger Fan der Show und sah sie sich oft mit seinem Cousin an.

Dieser gab dem Rapper dann irgendwann den Spitznamen „Waka“. Denn Malphurs Lieblingsfigur in der Show war „Fozzie“ und dessen bekanntester Ausruf lautet „Waka, waka, waka“.

Im Verlauf seiner HipHop-Karriere fügte Malphurs‘ damaliger Kumpel Gucci Mane „Locka Flame“ hinzu. Diesen beiden Worte haben keinen tieferen Sinn, hören sich aber gut und witzig an. So entstand der Künstlername Waka Flocka Flame.

Wiz Khalifa – Cameron Jibril Thomaz

Der Rapper aus Pittsburgh war ein guter Schüler. Angelehnt an das englische Wort „wisdom“ für Klugheit oder Weisheit gaben ihm seine Kumpel deshalb schon früh den Spitznamen „Young Wiz“. Damit war der erste Teil des Künstlernamens schon einmal vorhanden.

Die zweite Hälfte verdankt Thomaz seinem Opa.  Zu seinem muslimischen Großvater hatte er ein gutes und inniges Verhältnis. Und sein Opa rief Thomaz „Khalifa“, was auf arabisch soviel heißt wie Nachfolger oder Erbe. Thomaz behielt beide Spitzennamen bei und machte daraus seinen Künstlernamen Wiz Khalifa.

Yelawolf – Michael Wayne Atha

Atha konnte nie wirklich Wurzeln schlagen, denn seine Familie zog dauernd quer durch die USA um. Eigentlich wollte der Rapper Profi-Skateboarder werden. Inzwischen steht er bei Eminem unter Vertrag.

Seine Vorfahren bestehen teils aus Europäern und teils aus Indianern. Der Künstlername Yelawolf greift seine Cherokee-Ahnen auf. „Yela“ steht für die Sonne und ist damit ein Sinnbild für Licht, Feuer und Leben. „Wolf“ hat die gleiche Bedeutung wie im Deutschen und soll zum Ausdruck bringen, dass der Rapper ein Leitwolf sein kann und will.

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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki und Christian Gülcan- schreiben wir hier zu diversen HipHop Themen, da ich selber in der Szene aufgewachsen bin, habe ich viel in den Bereichen Rap-Musik inklusive eigener Produktionen mitbekommen. Zudem war ich Mitglied in einer Graffiti Crew unter dem Tag ICE und habe Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell betreue ich meine Kinder im professionellen HipHop Tanz.

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