Die 20 besten Debüt-Alben im HipHop, Teil II

Die 20 besten Debüt-Alben im HipHop, Teil II

In der Musikszene entscheidet oft das Erstlingswerk über die Karriere. Floppt das Debütalbum und verschwindet der Musiker gleich wieder in der Versenkung? Bleibt es bei einem One-Hit-Wonder? Oder kann der Künstler das Publikum von Anfang an begeistern und langfristig überzeugen? Gerade im HipHop ist die Konkurrenz riesig und wer sich neben den etablierten Größen behaupten will, muss etwas können.

Die 20 besten Debüt-Alben im HipHop, Teil II

Doch glücklicherweise gibt es genug Beispiele, die sich Nachwuchs-Künstler zum Vorbild nehmen können.

In einer mehrteiligen Liste nennen wir 20 der besten und erfolgreichsten Debüt-Alben im HipHop. Und weil am Ende alles Geschmackssache ist, präsentieren wir die dazugehörigen Rapper in alphabetischer Reihenfolge.

Hier ist Teil II!:

  1. Jay-Z mit Reasonable Doubt

Wer dem Albumtitel folgend begründete Zweifel am Können des New Yorker Rappers gehegt haben sollte, wurde sehr schnell eines Besseren belehrt. Allein im Jahr 1996, als das Debüt-Album veröffentlicht wurde, verkaufte sich die Platte über 400.000 Mal. Bis heute gingen mehr als 1,5 Millionen Exemplare über die Ladentheke.

Mitte der 1990er-Jahre war der Mafia-Stil in der HipHop-Welt schwer angesagt. Mit seinen 16 Songs traf Jay-Z genau diesen Zeitgeist. Viel besser als mit Reasonable Doubt hätte der Rapper also gar nicht in die Szene einsteigen können.

Doch damit nicht genug: Das Debüt-Album wurde immer wieder mit Nas‘ legendären Illmatic (Nr. 12 in unserer Liste) verglichen. Und allein dieser Vergleich ist im HipHop gleichbedeutend mit einem musikalischen Ritterschlag.

  1. Kanye West mit The College Dropout

Den Titel für sein Debüt-Album hätte der US-Rapper Kanye West nicht passender wählen können. Denn die Platte erschien am 10. Februar 2004 und damit just an dem Tag, an dem der Musiker die Schule abbrach.

Das musikalische Konzept des Albums basiert auf Soul-Klassikern, die in diversen Songs als Samples zu hören sind. Insgesamt nahm der Musiker für die Platte 21 Tracks auf, von denen vier separat veröffentlicht wurden.

Ganz allein auf sich gestellt, war Kanye West bei seinem Debüt-Album aber nicht. Vielmehr halfen diverse HipHop-Größen aus, darunter etwa Jay-Z und Ludacris.

The College Dropout brachte es auf mehr als vier Millionen Verkäufe. In den US-amerikanischen Charts kletterte die Platte bis auf den zweiten Platz.

  1. LL Cool J mit Radio

1985 kam Radio auf den Markt. LL Cool J war damals gerade einmal 17 Jahre alt, gab aber einer ganzen Generation eine Stimme, deren Alltag im Wesentlichen aus Breakdance zu Musik aus dem Ghettoblaster bestand.

Musikexperten lobten die elf Songs auf dem Debütalbum für ihre nur unterschwellige Aggressivität, die hauptsächlich durch markante Scratch-Samples zum Ausdruck kam.

Allein in den ersten fünf Monaten verkaufte sich die Platte gut 500.000 Mal. Gleichzeitig schaffte der Rapper gleich mit seinem Debüt-Album den großen Durchbruch und legte den Grundstein für eine lange und sehr erfolgreiche Musikkarriere.

  1. Missy Elliott mit Supa Dupa Fly

Dass nicht nur männliche Rapper sehr erfolgreiche Debüt-Alben herausbringen können, stellte Missy Elliot mehr als eindrucksvoll unter Beweis. 1997 brauchte sie gerade einmal eine Woche, um Supa Dupa Fly aufzunehmen.

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Das besondere Kennzeichen sind futuristische Soundelemente, für die niemand Geringeres als Timbaland verantwortlich zeichnet.

Die HipHop-Musikerin schaffte es mit ihrem Debüt-Album, sich als eine der ersten Frauen im HipHop einen Namen zu machen. Gleichzeitig wurde sie zur Wegbereiterin und zum Vorbild für viele spätere Rap-Größen. Ihr Album verkaufte sich gut eine Million Mal, erhielt Platin und kletterte in den Charts bis auf Platz 3.

  1. Nas mit Illmatic

Im April 1994 tauchte urplötzlich ein 20 Jahre alter Rapper aus New York auf der Bildfläche auf und lieferte ein Debüt-Album ab, das legendären Kult-Status erreichen sollte. Der Verkaufsstart verlief zwar zunächst etwas holperig.

Doch im Rückblick ist Illmatic ein Musterbeispiel für ein gelungenes Erstlingswerk. Nas wusste mit anspruchsvollen und zugleich unkonventionellen Texten zu überzeugen, die ihn zur Rap-Ikone aufsteigen ließen.

In den zehn Songs auf der Platte verarbeitet der Rapper seine persönlichen Erfahrungen auf den Straßen New Yorks. Inhaltlich nehmen die Texte deshalb kein Blatt vor den Mund und sind unterm Strich Gangsta-Rap vom Feinsten.

  1. Nicki Minaj mit Pink Friday

Mitte November 2010 fand das Erstlingswerk der heute weltbekannten US-Rapperin Nicki Minaj seinen Weg in die Plattenläden. Dabei punktet das Album durch die gelungene Mischung aus verschiedenen Musikstilen. HipHop verschmilzt mit Pop und R&B zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk.

Sicherlich haben auch die Features einen Anteil daran. Immerhin beteiligten sich Starts wie Eminem, Kanye West, Rihanna oder Natasha Bedingfield an den Songs.

Jedenfalls kam das Debüt-Album beim Publikum super an. Rund 370.000 Mal verkaufte sich die Platte und schaffte es in den Charts bis auf Platz 2.

  1. N.W.A mit Straight Outta Compton

Ice Cube, DJ Yella, Dr. Dre und Eazy-E schlossen sich Ende der 1980er-Jahre zur Rap-Crew N.W.A (Niggaz Wit Attitudes) zusammen. Ihr Album Straight Outta Compton erschien 1988 und beschreibt auf eigenwillige Art die Heimatliebe der vier Rapper.

Die schonungslosen, provozierenden, rohen und skandalträchtigen Texte erregten auf der einen Seite die Gemüter und faszinierten auf der anderen Seite die Fans. Der Track „Fuck tha Police“ brachte sogar die Behörden dazu, sich einzuschalten und das Verbot des Albums zu fordern.

Allerdings brachte ausgerechnet diese Forderung der Rap-Crew nur noch mehr Medienpräsenz ein. Die Folge war, dass sich die Platte verkaufte wie warme Semmeln. Konkret konnte das Album drei Millionen Verkäufe und eine dreifache Platin-Auszeichnung für sich verbuchen.

Besonders ist das Debüt-Album der Rap-Crew aber auch deshalb, weil es der Rap von der Westküste zum ersten Mal schaffte, eine ernsthafte Konkurrenz für die etablierten Künstler der Ostküste zu sein. Nach massivem Streit trennte sich die Crew Anfang der 1990er-Jahre und die Rapper gingen getrennte, doch nicht minder erfolgreiche Wege. Ihre Geschichte wurde 2015 unter dem Titel-Album verfilmt.

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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki und Christian Gülcan- schreiben wir hier zu diversen HipHop Themen, da ich selber in der Szene aufgewachsen bin, habe ich viel in den Bereichen Rap-Musik inklusive eigener Produktionen mitbekommen. Zudem war ich Mitglied in einer Graffiti Crew unter dem Tag ICE und habe Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell betreue ich meine Kinder im professionellen HipHop Tanz.

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