Die 11 erfolgreichsten Frauen im HipHop, Teil 3

Die 11 erfolgreichsten Frauen im HipHop, Teil 3

Der HipHop ist ein Genre, in dem eigentlich Männer das Sagen haben. Sie prägen und dominieren den HipHop, während Frauen eher Schmuck und Zierde sind. Doch das heißt nicht, dass Frauen der Erfolg im HipHop von vorneherein verwehrt ist.

Die 11 erfolgreichsten Frauen im HipHop, Teil 3

Ganz im Gegenteil gibt es einige Rapperinnen, die gerade in diesem Genre Geschichte geschrieben haben. In einer mehrteiligen Beitragsreihe listen wir die elf erfolgreichsten Frauen im HipHop auf.

Hier ist Teil 3!:

  1. Iggy Azalea

1990 kommt Amethyst Amelia Kelly in Sydney zur Welt und wächst in Mullumbimby auf. Im Alter von zwölf Jahren entdeckt sie ihre große Liebe zum Rap. Besonders Tupac hat es ihr angetan, nachdem sie bei Freunden seinen Song Baby Don’t Cry hört. Sie wird ein Riesenfan, ihr ganzes Zimmer ist mit Postern und Fotos des Rappers tapeziert.

Eines Tages steckt ihr eine Lehrerin in der Schule eine Nachricht von ihrem Vater zu. Darin erklärt er, dass er für ein paar Jahre verschwindet. Das Mädchen zieht sich daraufhin zurück, ist oft traurig, bisweilen sogar depressiv. Gleichzeitig träumt sie von einer Auswanderung in die USA.

Mit 16 Jahren setzt Iggy ihren Traum schließlich um. Sie behauptet, in Urlaub zu fahren. In Wahrheit bricht sie die Schule ab und macht sich auf den Weg nach Miami. Von dort aus geht es erst nach Atlanta und anschließend nach Los Angeles.

Sie nutzt das Internet, um ihre Videos zu Pu$$y und My World zu veröffentlichen. Der breite Südstaatenakzent, den sich Iggy angeeignet hat, wird zu einem Markenzeichen. In ihren Singles erzählt sie ihre Geschichte vom amerikanischen Traum. Beim Publikum kommt das super an.

2001 bringt sie mit Ignorant Art ihr erstes Mixtape auf den Markt. Drei Jahre später folgt das erste Album The New Classic. Ergänzt um fünf neue Singles, wird das Album sieben Monate danach noch einmal veröffentlicht.

Ihr nächstes Album heißt Surving the Summer. Mit etwa 15 Millionen verkauften Singles und rund 13,4 Millionen Followern in den sozialen Medien gehört Iggy unbestritten zu den beliebtesten und erfolgreichsten Frauen im HipHop.

  1. Salt-n-Pepa

Mitte der 1980er-Jahre ist der Musiksender MTV eine entscheidende Größe im Musikgeschäft und bestimmt durch die Auswahl der gespielten Videos Trends.

Und genau in dieser Zeit schafft es die Rapformation Salt-n-Pepa, dem HipHop ein neues Gesicht zu geben. Die Combo besteht aus Cheryl James alias Salt, Sandy Denton alias Pepa und Deidra Roper als DJ Spinderella.

Cheryl und Sandy lernen sich in New York kennen, als sie am Queensborough Community College eine Ausbildung zur Krankenschwester machen. Die beiden Frauen schließen sich zusammen und nennen sich zunächst „Super Nature“.

Sie veröffentlichen das Sample The Showstopper und schaffen es, dass ein angesagter HipHop-Sender in New York den Track regelmäßig spielt. Der Erfolg im Radio beschert ihnen schließlich einen Plattenvertrag.

1986 bringen Salt-n-Pepa ihr Debütalbum Hot, Cool & Vicious heraus. Der große Durchbruch gelingt im Folgejahr, als der Remix Push It erscheint. Das Album erreicht Platin und Salt-n-Pepa sind für einen Grammy nominiert.

Insgesamt veröffentlichen Salt-n-Pepa fünf Studioalben. Nach dem Debütalbum folgt 1988 A Salt with a Deadly Pepa und zwei Jahre später das Album Blacks‘ Magic. 1993 erscheint Very Necessary und 1997 schließlich Brand New.

Zu den größten Hits der Combo zählen das legendäre Let‘s talk about Sex, Whatta Man und None of Your Business. Letztere Single wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. Die Platten gehen millionenfach über die Ladentheke. Doch 2002 geben Salt-n-Pepa ihre Auflösung bekannt.

  1. Queen Latifah

Dana Elaine Owens wird 1970 in Newark geboren. Ihre Mutter ist Lehrerin, ihr Vater Polizist. Als Dana zehn Jahre alt ist, trennen sich ihre Eltern. Sie ist sehr empfindsam und feinfühlig, was sie auch in ihrem Künstlernamen ausdrückt.

Denn sie entscheidet sich für Latifah, das arabische Wort für zart. Doch auf der anderen Seite stellt Dana auch ihre Durchsetzungskraft unter Beweis. So spielt das 1,78 Meter große Mädchen als Angreiferin in der Basketballmannschaft ihrer Schule.

Latifah gründet zusammen mit anderen MCs in New York die Crew Flavor Unit. 1989 erscheint ihr Debütalbum All Hail the Queen. Latifah macht sehr schnell und unmissverständlich klar, dass sie den Rap nutzen will und wird, um für Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern zu kämpfen. Die Single Ladies First ist ein gutes Beispiel dafür.

Gleiches gilt für die Hitsingle U.N.I.T.Y., die 1996 auf dem dritten Album Black Reign veröffentlicht wird und einen Grammy bekommt. In dem Song rappt Queen Latifah, dass niemand das Recht hat, eine Frau als „Bitch“ oder „Ho“ zu bezeichnen.

Ab Anfang der 1990er-Jahre ist Latifah immer öfter in Film- und Fernsehrollen zu sehen. Zu den Soundtracks steuert sie häufig einige Songs bei. 1999 kommt ihre Autobiographie auf den Markt und von 1999 bis 2001 ist sie Gastgeberin der Talkshow “Queen Latifah Show”.

Für Ihre Darstellung der Mama Morton im Musical “Chicago” ist Latifah für einen Oscar nominiert. Diese Ehre wurde bisher keiner anderen Rapperin zuteil. Mit einem geschätzten Vermögen von 60 Millionen US-Dollar ist sie nach Nicki Minaj die zweitreichste Rapperin weltweit.

Der HipHop-Größe folgen rund 5,6 Millionen Fans in den sozialen Netzwerken. Doch Queen Latifah ist nicht nur beliebt und erfolgreich, sondern wird auch respektiert. So bekam sie etwa von der Rutgers University in New Jersey die Ehrendoktorwürde. Damit ist Latifah die einzige Rapperin mit einem akademischen Titel.

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Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki und Christian Gülcan- schreiben wir hier zu diversen HipHop Themen, da ich selber in der Szene aufgewachsen bin, habe ich viel in den Bereichen Rap-Musik inklusive eigener Produktionen mitbekommen. Zudem war ich Mitglied in einer Graffiti Crew unter dem Tag ICE und habe Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell betreue ich meine Kinder im professionellen HipHop Tanz.
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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki und Christian Gülcan- schreiben wir hier zu diversen HipHop Themen, da ich selber in der Szene aufgewachsen bin, habe ich viel in den Bereichen Rap-Musik inklusive eigener Produktionen mitbekommen. Zudem war ich Mitglied in einer Graffiti Crew unter dem Tag ICE und habe Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell betreue ich meine Kinder im professionellen HipHop Tanz.

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