Die 11 erfolgreichsten Frauen im HipHop, Teil 1

Die 11 erfolgreichsten Frauen im HipHop, Teil 1

Derbe Sprüche, lässige Klamotten, dicke Autos und hübsche Frauen als Zierde: Eigentlich ist der HipHop eine ziemliche Männersache. Doch es gibt einige Künstlerinnen, die eindrucksvoll gezeigt haben, dass auch Frauen im männerdominierten HipHop-Business erfolgreich sein können.

Die 11 erfolgreichsten Frauen im HipHop, Teil 1

Dabei bemisst sich der Erfolg einerseits an Zahlen. Wie vielen Alben hat die Musikerin verkauft, wie groß ist ihr Vermögen?

Andererseits spielt eine Rolle, welchen Einfluss die Künstlerin auf die Musikgeschichte hatte, welche Auszeichnungen sie erhielt und wie sehr die Fans hinter ihr stehen. All das sind Faktoren, die am Ende den Erfolg ausmachen.

In einer mehrteiligen Liste stellen wir elf der erfolgreichsten Frauen im HipHop vor!:

  1. Missy Elliott

Melissa Arnette Elliott kommt 1971 in Portsmouth, Virginia zur Welt. Ihre Mutter nennt sie Missy. Das Mädchen hat keine sehr glückliche Kindheit, denn ihre Eltern streiten ständig. Missy flüchtet dann in ihr Kinderzimmer und singt ihren Puppen vor. In ihrer Verzweiflung schreibt sie sogar Briefe an Diana Ross und die Jacksons. Von den Stars erhofft sie sich Hilfe.

Als die Rap-Girlgroup Salt-N-Pepa erfolgreich wird, macht das Missy Mut, dass es auch Frauen im HipHop-Business schaffen können. Gepackt vom Ehrgeiz, macht sie bei mehreren Talentshows mit.

Ab 1995 arbeitet Missy mit Timothey Mosley alias Timbaland zusammen. Mit dem Rapper und Produzent schreibt sie zunächst Songs für andere Künstler. Zwei Jahre später veröffentlicht sie ihr Debütalbum Supa Dupa Fly.

Das Album klettert sofort auf Platz 3 der US-Charts und wird kurz darauf mit Platin ausgezeichnet. Erfolgreicher ist dahin noch keine HipHop-Künstlerin in die Charts eingestiegen.

Mit Da Real World (1999), Miss E… So Addictive (2001), Under Construction (2002), This Is Not a Test (2003) und The Cookbook (2005) legt die Musikerin fünf weitere Platin-Alben nach. Sie bekommt vier Grammys, drei davon für die beste Solo-Performance. Damit gehört Missy Elliot zweifelsfrei zu den erfolgreichen Frauen im HipHop aller Zeiten.

2015 tritt Missy Elliot mit dem Song „Get Ur Freak On!“ in der Halbzeit der Super Bowl auf. Das ist einer der Songs, für den die Künstlerin einen Grammy bekommen hat.

Obwohl der Track schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat, schafft sie es damit noch einmal in die Charts. Ihr Vermögen wird auf rund 50 Millionen Dollar geschätzt. Auch damit spielt die HipHop-Künstlerin ganz vorne mit.

  1. Nicki Minaj

1982 wird Nicki Minaj als Onika Tanya Maraj in Port of Spain auf Trinidad geboren. Das Mädchen lebt fünf Jahre lang bei ihrer Oma, bis sie von der Karibikinsel zu ihren Eltern nach New York zieht.

Hier wächst sie in Queens auf. Ab 2003 besucht sie die La Guardia High School in Manhattan, wo sie Schauspiel und Musik studiert.

Irgendwann wird Rapper Lil Wayne auf die junge Frau aufmerksam und ab da beginnt die steile Karriere der HipHop-Künstlerin. Zunächst ist Nicki Minaj im Background anderer Stars zu hören, ab 2007 erscheinen erste Solo-Songs.

2010 veröffentlicht Nicki Minaj ihr Debütalbum Pink Friday und steigt damit direkt nach Kanye West auf Platz 2 in die US-Charts ein. Noch im selben Jahr heimst die Künstlerin zwei US-amerikanische Musikpreise ein.

Zwei Jahre später folgt das nächste Album Pink Friday: Roman Reloaded, 2014 kommt ihr drittes Album Pinkprint auf den Markt. Alle drei Alben erreichen Platin. Zwischendurch wird die Musikerin Jurorin bei der Talentshow „American Idol“.

Was die Verkaufszahlen angeht, ist Nicki Minaj die erfolgreichste HipHop-Künstlerin überhaupt. Seit 2017 hält sie den Rekord mit den meisten Top 100 Rap-Songs in den US-Charts. Und neben Missy Elliot ist es nur ihr gelungen, drei Platin-Alben auf den Markt zu bringen.

Ihre Alben haben in den Charts eine durchschnittliche Positionierung auf Platz 1,3. Auch das ist Rekord und macht Nicki Minaj zur erfolgreichsten HipHop-Künstlerin aller Zeiten. Doch nicht nur ihre musikalisches Können, sondern auch ihr schauspielerisches Talent kann sich sehen lassen.

So ist sie in ihren Musikvideos mal sexy und verführerisch, während sie sich ein anderes Mal als Hardcore-Straßenkämpferin präsentiert.

Mit rund 31 Millionen verkauften Singles und einem Vermögen von etwa 70 Millionen US-Dollar ist sie die reichste HipHop-Musikerin. Und auch was ihre Beliebtheit angeht, steht sie unangefochten auf Platz 1. Mehr als 86 Millionen Fans folgen ihr in den sozialen Medien.

  1. Azealia Banks

Azealia Amanda Banks kommt 1991 im New Yorker Stadtteil Harlem zur Welt und wächst dort auch auf. Nach dem Tod ihres Vaters zieht sie zu ihrer älteren Schwester.

Sie besucht die La Guardia High School. Zur gleichen Zeit ist dort auch Nicki Minaj Schülerin. Angeblich soll die Antipathie der beiden HipHop-Stars damals ihren Anfang genommen haben.

Ein Agent versucht, Azealia in verschiedenen Fernsehformaten unterzubringen. Doch das klappt nicht. Unter dem Künstlernamen Miss Bank$ bringt die Musikerin 2008 zwei Tracks heraus.

Daraus entsteht eine erste Zusammenarbeit mit dem Londoner Label XL Recordings. Ein Plattenvertrag kommt letztlich aber wegen Meinungsverschiedenheiten doch nicht zustande.

Die Musikerin zieht daraufhin nach Montreal und versucht, über eine Videoplattform Aufmerksamkeit für ihre Demos zu gewinnen. Weil ihr Visum abläuft, geht sie nach New York zurück. Als sie ihre erste Single 212 in einer Gratis-Download-Version veröffentlicht, gelingt ihr endlich der Durchbruch.

In Europa schafft es der Song in die Charts, in Großbritannien erreicht er sogar Platin. Auch wenn später noch weitere Chartplatzierungen folgen, bleibt 212 die bislang erfolgreichste Single der Künstlerin. Die 2018 veröffentlichte Single Anna Wintour ist den US-Charts erfolgreich.

Azealia Banks ist zweifelsohne eine erfolgreiche HipHop-Künstlerin. Doch was ihre Beliebtheit betrifft, gehen die Meinungen auseinander. Denn die Musikerin macht regelmäßig mit Kritik, Angriffen und zweifelhaften Zickenkrieg-Sprüchen gegenüber ihren Kolleginnen von sich reden.

Dabei geht es der Musikerin vordergründig darum, ob und wie sehr sich die weiblichen HipHop-Stars für die Emanzipation der dunkelhäutigen Frauen in der Gesellschaft Amerikas stark machen.

Doch genau an diesem Punkt steht der Vorwurf von Scheinheiligkeit im Raum. Schließlich bekennt sich die Musikerin offen dazu, sich selbst ihre Haut zu bleichen, um wie eine weiße Frau auszusehen.

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Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki und Christian Gülcan- schreiben wir hier zu diversen HipHop Themen, da ich selber in der Szene aufgewachsen bin, habe ich viel in den Bereichen Rap-Musik inklusive eigener Produktionen mitbekommen. Zudem war ich Mitglied in einer Graffiti Crew unter dem Tag ICE und habe Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell betreue ich meine Kinder im professionellen HipHop Tanz.
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