Die 15 erfolgreichsten HipHop-Künstler aus Österreich, Teil 1

Die 15 erfolgreichsten HipHop-Künstler aus Österreich, Teil 1

Mittlerweile hat der HipHop die ganze Welt erobert. Ob sich jemand in der Szene als erfolgreicher Star etablieren kann, hat aber oft wenig mit seiner Herkunft zu tun. Vielmehr sind es meist Faktoren wie der Stil, das Genre und der Zeitgeist, die über den Erfolg bestimmen. Jedenfalls kann auch Österreich mit einigen HipHop-Größen aufwarten.

Die 15 erfolgreichsten HipHop-Künstler aus Österreich, Teil 1

Ähnlich wie in Deutschland hat sich in unserem Nachbarland der HipHop seit den 1980er-Jahren einen festen Platz in der Musikwelt gesichert und stetig weiterentwickelt. In einer mehrteiligen Übersicht stellen wir 15 der erfolgreichsten HipHop-Künstler aus Österreich vor, und zwar in alphabetischer Reihenfolge.

Also, los geht’s!:

  1. Chakuza

Seine Karriere als Rapper startete Chakuza um die Jahrtausendwende herum mit der Crew Verbale Systematik. Irgendwann bekam der Berliner Gangster-Rapper Bushido eine Promo-CD des Österreichers in die Hände. Das sollte Chakuza zum großen Durchbruch verhelfen.

Der österreichische Rapper zog nach Berlin und brachte kurze Zeit später sein erstes Soloalbum City Cobra auf den Markt. Im aggressiven Umfeld der Berliner wurde Chakuza immer größer und entwickelte sich durch diverse Auftritte auf Bühnen und bei Musiksendern zu einer festen Größe in der europäischen HipHop-Szene.

Im Jahr 2010 endete das Gastspiel in Berlin und Chakuza kehrte nach Linz zurück. Seitdem veröffentlichte der Rapper neun weitere Studioalben, die sich alle erfolgreich in den österreichischen, deutschen und Schweizer Charts platzieren konnten.

Im Laufe der Zeit wurde der Stil des Rappers aber zunehmend ruhiger. Das Image als Gangster-Rapper hat er inzwischen komplett hinter sich gelassen.

  1. Crack Ignaz

Crack Ignaz tauchte im Jahr 2013 erstmals auf der HipHop-Bühne in und außerhalb Österreichs auf. Seitdem brachte er fünf Studioalben in die Plattenläden, teilweise als Gemeinschaftsprojekte mit LGoony, Wandl und Young Krillin.

Schon davor hatte er in Österreich durch einen Gastauftritt im Song Der Riese im Glashaus von Skero für Aufmerksamkeit gesorgt. 2015 zeichnete ihn der Sender FM4 zum Act des Jahres aus.

Erst im Folgejahr, also 2016, konnte sich der Rapper aber erstmals in den österreichischen Charts platzieren. Sein zweites Album Geld Leben verhalf ihm endgültig zum Durchbruch. Der Stil des Rappers ist an den US-amerikanischen HipHop angelehnt und bekommt durch den Salzburger Dialekt seine unverkennbare Note.

  1. Dame

Der Startschuss für die Rap-Karriere des Salzburger Künstlers fiel im Jahr 2007. Damals war Dame Mitbegründer der Rap-Crew Sentinels. Mit seinem Kollegen Golo arbeitete er ab 2009 auch noch zusammen.

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Der Durchbruch gelang Dame aber im Sommer 2011 mit einem YouTube-Video zu 12 Millionen. Seitdem erschienen acht Studioalben des österreichischen HipHop-Künstlers. Drei davon, nämlich Lebendig begraben, Straßenmusikant und Zukunftsmusik schafften es bis an die Spitze der Österreicher Albumcharts.

Viele Texte von Dames Songs greifen Inhalte aus Computerspielen auf, aber auch andere Themen kommen zur Sprache. Der aggressive Stil und die kräftige Stimme sind nah an den Battle- und den Gangster-Rap angelehnt. Ruhige und ernste Töne beherrscht Dame aber ebenso.

  1. Falco

Natürlich darf Falco in einer Liste mit erfolgreichern Rappern aus Österreich nicht fehlen. Die musikalische Reise des Wieners begann vermutlich in Westberlin, wo Falco in mehreren Jazz-Bands und bei diversen Auftritten den Bass spielte. In den späten 1970er-Jahren widmete sich der Ausnahmekünstler dann am Musiktheater in Wien dem Avantgarde-Rock.

In diesem Zuge landete er zusammen mit der Band Drahdiwaberl seinen ersten Hit. Dabei wurde Markus Spiegel auf den Musiker aufmerksam und verschaffte ihm prompt seinen ersten Plattenvertrag.

Zwischen 1982 und 1998 brachte Falco acht Alben auf den Markt, die die ganze Bandbreite seines Talents widerspiegelten. Exzentrentische Auftritte, ein grandioses Gespür für Musik und Texte, die ihrer Zeit weit voraus waren, ließen Falco zu einem Weltstar werden.

Nicht nur in Österreich, Deutschland und der Schweiz, sondern auch in Großbritannien und sogar den USA brach plötzlich ein regelrechtes Falco-Fieber aus. Auch heute noch gilt Falco als einer der größten Rapper mit europäischen Wurzeln.

  1. Gerard

Seinen ersten Auftritt auf der musikalischen Bühne hatte der oberösterreichische Künstler im Jahr 2003 auf dem HipHopConnection Tape Vol. 3. Zwei Jahre später erschien die Maxi druck/jede Nacht. Nach einem Stopp in Wien, wo sich Gerard der Rooftop Clique anschloss, kam schließlich sein erstes Album auf den Markt.

Die Platte Rising Sun brachte ihm zahllose Auftritte ein. Die Bühne des Senders FM4 und das ostdeutsche Festival „Splash!“ wurden beispielsweise zu wichtigen Etappen seiner Karriere.

Die internationale Presse lobte den Stil des Rappers aus Oberösterreich. Denn er hob sich einerseits klar vom Durchschnitts-Rap ab und ließ andererseits immer wieder neue, innovative Elemente in seine Musik einfließen.

Mit dem Album AAA beendete Gerard seine aktive Arbeit als Musiker. Seitdem ist der Gründer und Geschäftsführer von „Creative Content Company Futuresfutures“ hauptsächlich als Autor und Produzent im Hintergrund tätig.

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Baujahr 1974, Name: Bernius Maliki und Christian Gülcan- schreiben wir hier zu diversen HipHop Themen, da ich selber in der Szene aufgewachsen bin, habe ich viel in den Bereichen Rap-Musik inklusive eigener Produktionen mitbekommen. Zudem war ich Mitglied in einer Graffiti Crew unter dem Tag ICE und habe Ende der 80er auch mehrere Jahre getanzt (Breakdance). Aktuell betreue ich meine Kinder im professionellen HipHop Tanz.

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