HipHop-Style: Infos und Tipps zu HipHop-Hosen

HipHop-Style: Infos und Tipps zu HipHop-Hosen 

HipHop ist nicht einfach nur irgendeine Musikrichtung oder ein Modestil. HipHop ist vielmehr eine Lebenseinstellung, zu der unter anderem die Musik und der Style gehören. Der HipHop-Style kennzeichnet sich dadurch, dass er lässig und bequem, sportlich und robust, gleichzeitig aber auch edel und opulent ist. 

Zum Style gehören Kapuzenpullis oder weite T-Shirts, oft mit Logos oder auffälligen Details. Bei den Schuhen kann es sich um Turnschuhe, sportliche Schuhe oder auch derbe Boots handeln. Außerdem gehört eine Kopfbedeckung zum typischen Outfit, beispielsweise eine Baseballkappe oder eine Strickmütze.

Gekrönt wird das Outfit durch auffälligen, wuchtigen Schmuck, gerne in Gold und gerne mit funkelnden Glitzersteinen. Daneben gehört die HipHop-Hose unbedingt zum HipHop-Style dazu. HipHop-Hosen sind weit geschnittene, bequem-lässige Hosen, die tief sitzend getragen werden. Sie sind aus verschiedenen Materialien, in verschiedenen Formen und in praktisch allen Preisklassen erhältlich.

HipHop-Hosen werden von Männern und von Frauen gleichermaßen getragen, auch wenn sie je nach Geschlecht natürlich anders kombiniert werden.    

Die Geschichte der HipHop-Hosen

HipHop-Hosen blicken auf eine recht lange Geschichte zurück, die eigentlich mit der Entwicklung der Jeans beginnt. 1853 kreierte Levis Strauss strapazierfähige Arbeitshosen, die er an Goldgräber verkaufte. Anfangs bestanden die Hosen aus einem brauen Hanfstoff, schon bald stieg Strauss aber auf einen Stoff namens Denim, einen blau gefärbten, robusten Baumwollstoff um.

Die Hosen selbst waren ideale Arbeitshosen, allerdings zeigte sich, dass die Nähte der Hosentaschen nicht stabil genug waren. Also kamen Strauss und der Schneider Jacob Davis Anfang der 1870er-Jahre auf die Idee, orangefarbenes Garn zum Nähen zu verwenden und die Hosentaschen in den Ecken mit Nieten zu verstärken.

Die Jeans als strapazierfähige, aber gleichzeitig bequeme Arbeitshose war geboren. Erst rund 50 Jahre später, als der Gürtel die bis dahin üblichen Hosenträger ablöste und sich der Begriff Blue Jeans etablierte, veränderte sich allmählich auch das Image der Jeans als reine Arbeitshose. Die eigentliche Geschichte der HipHop-Hose beginnt in den US-amerikanischen Gefängnissen.

Dort wurde Gefangenen direkt nach ihrer Ankunft der Gürtel abgenommen, um auf diese Weise zu verhindern, dass die Gefangenen die Gürtel als Hilfsmittel bei Schlägereien verwenden oder sie benutzen, um sich damit aufzuhängen. Da die Hose weiter nach unten rutscht, wenn sie nicht mehr von einem Gürtel gehalten wird, ist es außerdem einfacher, den Gefangenen nach verbotenen Gegenständen zu durchsuchen. Diese Art, eine Hose weit unterhalb der Hüfte zu tragen, verbreitete sich dann recht bald auch in den Ghettos.

Ein Grund hierfür war, dass dadurch der Zusammenhalt mit den Gefangenen zum Ausdruck gebracht werden konnte. Der andere Grund war, dass die tief sitzende Hose als Erkennungszeichen für das harte Image des ehemals inhaftierten Gangsters galt. Auch die großen Taschen, die für HipHop-Hosen typisch sind, haben ihren Ursprung in US-Gefängnissen.

Die großen Taschen machten es nämlich wesentlich einfacher, das Werkzeug, das die Gefangenen für ihre tägliche Arbeit brauchten, zu transportieren. In den 1990er-Jahren fanden die Jeans und die aus den Gefängnissen übernommene Trageweise der Hosen dann endgültig zusammen. Sehr weit geschnittene Jeanshosen, oft mit großen Taschen und immer weit unter der Hüfte getragen, traten ihren Siegeszug an.

Die HipHop-Hosen, auch als Baggy Pants oder kurz Baggys bezeichnet, erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden zu einem festen Bestandteil des HipHop-Styles. Dabei ging es aber nicht nur um die Optik, denn weil die Hosen bequem und robust sind und viel Bewegungsfreiheit bieten, eignen sie sich ideal auch für Sport und Tanz. 

HipHop-Style: Infos und Tipps zu HipHop-Hosen

Heute gibt es HipHop-Hosen in verschiedensten Varianten. Die Tape Plaid Short beispielsweise ist eine meist knielange Hose mit Muster, während die Ufo Pant eine besonders weit geschnittene Hose ist. Die Dada Supreme Basic Fleece Short Heather wiederum ist eine sehr bequeme, sportliche Hose und die Baggy Jeans eine weite Jeans mit großen Taschen.

HipHop-Hosen sind in unzähligen Farben und aus verschiedensten Stoffen erhältlich, aber eine Besonderheit ist, dass die Hosen sowohl von Frauen als auch von Männern getragen werden. Männer kombinieren die HipHop-Hose sportlich, lässig und cool, mit weitem T-Shirt, Sweatshirt oder Kapuzenpulli und Kappe. Bei Frauen hingegen darf es durchaus auch sexy sein, beispielsweise mit knappem, engem Top zur lässigen Hose oder einer kurzen Hose über einer Leggings, die die Beine betont.

Neben dem Aussehen spielen beim HipHop-Style aber auch Marken eine große Rolle. Große Embleme, auffällige Logos und üppige Details gehören eben einfach dazu und beim HipHop-Style darf jeder stolz zeigen, was er hat. No-Name-Klamotten sind daher nicht wirklich angesagt. Gleiches gilt für ungepflegte Kleidung oder Klamotten mit deutlichen Tragespuren.

Mehr Tipps, Vorlagen und Anleitungen zu HipHop & Graffiti:

Thema: HipHop-Style – Infos und Tipps zu HipHop-Hosen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.