HipHop & Sport: die wichtigsten Infos rund ums Skateboard

HipHop & Sport: die wichtigsten Infos rund ums Skateboard 

In nahezu jeder Stadt in Deutschland findet sich mittlerweile eine Fläche für Skater, ausgestattet mit einer Halfpipe, einer Miniramp oder anderen Anlagen. Neben solchen Skateparks oder Skatehallen nutzen Skater aber auch Innenstädte und öffentliche Plätze als Treffpunkte und stellen ihr Können mithilfe von Hindernissen wie Mauern, Rampen, Treppen, Geländern, Bordsteinkanten oder Brunnen unter Beweis.

Nun ist das Skateboard aber nicht nur irgendein Sport- und Freizeitgerät. 

Im Laufe der Zeit hat sich vielmehr eine Kultur entwickelt, die unter anderem einen eigenen Jargon, ein bestimmtes Styling und ein Lebensgefühl beinhaltet. Dabei ist das Skateboarding auch eng mit dem HipHop verbunden und satte HipHop-Sounds, die die Sprünge und Tricks begleiten, gehören ebenso dazu wie bunte Graffiti an den Skate-Anlagen.  

HipHop & Sport: die wichtigsten Infos rund ums Skateboard

Die Geschichte des Skateboards beginnt Ende der 1950er-Jahre im US-amerikanischen Kalifornien. Um nicht immer auf den Wellengang angewiesen zu sein und ihrem Hobby das ganze Jahr über nachgehen zu können, montierten seinerzeit Surfer die Achsen und die Rollen von ganz normalen Rollschuhen unter verkleinerte Surfbretter. Dadurch konnten sie über den Beton und Asphalt der Strandpromenaden gleiten, was dem Skateboard den Beinamen Asphaltsurfer einbrachte.

Im Deutschen wird das Skateboard manchmal auch Rollbrett genannt, was wiederum daran liegt, dass der Skater auf seinem Brett steht und sich mit einem Bein abstößt, um sich fortzubewegen. Ein Skateboard besteht im Wesentlichen aus einem Brett mit zwei Achsen und vier Rollen auf der Unterseite. Das Brett ist aus kanadischem oder baltischem Ahorn gefertigt, setzt sich aus sieben Schichten zusammen und ist in der Standardausführung rund 80cm lang und 20cm breit.

Die beiden Enden des Bretts sind meist nach oben gebogen, bei Profi-Boards weist das Brett zudem eine leichte Wölbung nach innen auf. Die Brettunterseite ist häufig mit aufwändigen Grafiken gestaltet und hier sind auch die beiden Achsen angebracht. Die Achsen wiederum bestehen aus zwei grundlegenden Komponenten. Der obere Teil beinhaltet je zwei kugelgelagerte Rollen aus Polyurethankunststoff, den unteren Teil verbinden vier Schrauben mit dem Brett.

Die beiden Komponenten der Achse werden durch eine Hauptschraube und zwei Lenkgummis zusammengehalten. Die bewegliche Lagerung der beiden Achsen sorgt dafür, dass das Skateboard durch Verlagerungen des Körpergewichts gelenkt werden kann.

Für einen besseren Halt ist ein meist schwarzes Schleifpapier zuständig, das auf der Brettoberseite aufgebracht ist. Skateboards sind neben der Standardausführung aber auch in anderen Formen erhältlich. So gibt es beispielsweise Longboards, die längere und flachere Bretter sowie größere und weichere Rollen haben. Slalomskateboards wiederum bestehen meist aus einem flexibel schwingenden Holz und sind ebenfalls mit etwas größeren und weicheren Rollen ausgestattet. Bei Snakeboards setzt sich das Brett aus drei Segmenten zusammen.

Durch Lenkbewegungen lassen sich die beiden äußeren Segmente, unter denen die Achsen montiert sind, gegenüber dem Mittelteil verdrehen. 

HipHop & Sport: die Disziplinen beim Skateboarding

Beim Skateboarding spielt die Fortbewegung als solches nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen vielmehr Tricks, die meist auf Sprüngen basieren, oft in Kombination mit Drehungen des Skateboards oder des Körpers.

Dabei werden beim Skateboarding abhängig davon, wo welche Tricks in welcher Form ausgeführt werden, verschiedene Disziplinen voneinander unterschieden:

·         Das Streetskaten in seiner reinen Form nutzt für die Tricks Hindernisse im städtischen Raum wie Treppen, Geländer, Rampen, Mauern und Bordsteinkanten. Im Fachjargon nennen sich solche Hindernisse obstacles, während ein für das Streetskaten geeigneter Ort Spot heißt.

Als Urvater des Streetskatens gilt der professionelle und mehrfache Freestyleskateboarding-Weltmeister Rodney Mullen. Der US-Amerikaner entwickelte zahlreiche Grundtechniken und erfand verschiedenste Tricks. Neben dem echten Streetskaten an öffentlichen Plätzen wird aber auch das Skaten in Skateparks und Skatehallen zu dieser Disziplin gezählt.

·         Das Vertskaten bezeichnet eine Disziplin, bei der Halfpipes die Grundlage bilden. Halfpipes sind U-förmige Anlagen mit zwei sich gegenüberliegenden, im oberen Teil senkrechten Steilwänden. Diese senkrechten Abschnitte, die verts heißen, sind durch Rundungen, die transitions, und eine ebene, waagerechte Fläche in der Mitte, die flat, verbunden.

Die Tricks finden entweder an den Abschlusskanten der Steilwände oder in Form von Flugtricks oberhalb der Steilwände statt. Das Vertskaten wird neben Halfpipes auch auf Miniramps und auf Fullpipes praktiziert. Miniramps ähneln Halfpipes, sind jedoch niedriger und haben keine verts, Fullpipes sind überdimensional große Röhren. 

·         Beim Poolskaten, das auch Bowlskaten genannt wird, wird in leeren Swimmingpools geskatet. Das Poolskaten hat seine Wurzeln in den USA, wo die Pools meist abgerundete Übergänge zwischen den Beckenwänden und dem Beckenboden haben oder von vornherein schüsselförmig konstruiert sind.

Bedingt durch die ähnlichen Formen ist das Poolskaten vom Grundprinzip her mit dem Vertskaten vergleichbar, wird aber trotzdem als eigenständige Disziplin angesehen. Die Disziplinen Slalom-, Flatland- und Downhillskaten spielen heute eher untergeordnete Rollen.

Beim Slalomskaten, das vor allem in den 1970er-Jahren angesagt war, versucht der Skater, eine Slalomstrecke fehlerfrei und möglichst schnell zu meistern.

Beim Flatlandskaten wird das Skateboard fast zu einer Art Turngerät, denn bei dieser Disziplin geht es in erster Linie um artistische Tricks auf ebener Fläche. Hindernisse werden beim Flatlandskaten so gut wie gar nicht eingebunden.

Beim Downhillskaten kommen meist Longboards zum Einsatz und das Ziel des Skaters besteht darin, eine Abfahrtstrecke mit möglichst hoher Geschwindigkeit zurückzulegen.

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