Infos und Anleitung für LED-Graffitis

Infos und Anleitung für LED-Graffitis 

LED-Graffitis gehen auf eine Idee der New Yorker Gruppe Graffiti Research Lab zurück.

James Powderly und Evan Roth suchten nach einer neuen Idee und erfanden auf diesem Wege die sogenannten LED-Throwies als moderne und innovative Alternative für echte Graffitis. 

Hier die wichtigsten Infos dazu und eine Anleitung für LED-Graffitis:

 

Was sind LED-Graffitis?

LED-Graffitis sind eine Variante von Graffitis, die keine Schäden hinterlassen und grundsätzlich auch nicht verboten sind. Die Basis für LED-Graffitis stellen die sogenannten LED-Throwies dar. Bei LED-Throwies handelt es sich um kleine Leuchtkörper, die aus einem Magneten, einer Knopfzelle und einer LED bestehen. Die kleinen Leuchtkörper werden auf metallische Gegenstände an öffentlichen Orten geworfen, haften durch den Magnet an den Oberflächen und ergeben so ein Bild, das eine ähnliche Wirkung erzielt wie ein Graffiti.

LED-Throwies erfordern nur wenige, kostengünstige Materialien und sich leicht selbst zu bauen. Je nach LED und Batterie leuchten die Throwies etwa zwei Wochen lang. Im Unterschied zu einem echten Graffiti können die Kunstwerke aber jederzeit problemlos wieder entfernt werden und nachdem weder Reinigungskosten entstehen noch andere Schäden zurückbleiben, dürfte es auch keinen Ärger mit Behörden geben. 

Die erste Kampagne mit LED-Throwies organisierten die Erfinder in New York. Damals verteilten sie die kleinen Leuchtkörper an Passanten und baten sie, die Throwies auf die Metallskulptur Alamo zu werfen. Durch das Internet verbreiteten sich die Bilder recht schnell und es dauerte nicht lange, bis die ersten LED-Graffitis auch in Städten wie London, Berlin oder Hamburg zu sehen waren.

Mittlerweile werden LED-Throwies in der Streetart-Szene für die Verschönerung von Statuen, Gebäuden, Brücken oder öffentlichen Transportmitteln verwendet. Daneben finden sich LED-Graffitis aber auch als besondere Effektmittel und Eyecatcher bei Messen und Events, bei Ausstellungen und Kunstinstallationen sowie im Zusammenhang mit dem Guerilla-Marketing.   

 

Wie werden LED-Throwies gebaut?

Für einen LED-Throwie werden vier Utensilien benötigt:

1.       eine 3V Lithium Knopfzelle, auch bekannt als Uhrenbatterie

2.       eine diffuse LED in einer Farbe nach Wunsch und Geschmack

3.       ein runder Neodym Magnet mit einem Durchmesser zwischen 0,4 und 1cm

4.       ein Stück breites Klebeband.

Als Klebeband reicht ganz normales Klebeband aus, denn extra verstärktes Klebeband würde die Haftfähigkeit des Magneten mindern und Kreppband ist nicht wetterfest.Sind die vier benötigten Utensilien vorhanden, kann es mit dem Zusammenbau auch schon losgehen. Zuerst wird dazu die LED an die Batterie angelegt.

Hierbei ist sehr wichtig, die Pole nicht miteinander zu verwechseln, weil es sonst passieren kann, dass es zu einem Kurzschluss der LED kommt und die LED unbrauchbar wird. Eine LED hat zwei Beinchen, ein kürzeres und ein längeres. Das längere Beinchen ist die Anode und wird an den Pluspol der Batterie angelegt. Der Pluspol der Batterie hat eine größere Oberfläche als der Minuspol und ist mit einem + gekennzeichnet. Das kürzere Beinchen der LED wird an den Minuspol angelegt.

Jetzt wird etwas Klebeband abgeschnitten und so um die Beinchen der LED und die Batterie geklebt, dass die LED fest sitzt. Wichtig ist, dass die Kontakte fest auf der Batterie fixiert sind. Andernfalls würde die LED nicht durchgehend brennen, sondern flackern, zudem könnte sie sich beim Werfen lösen. Zum Schluss muss nur noch der Magnet befestigt werden. Dieser wird auf den Pluspol der Batterie gelegt und ebenfalls fest und sicher mit Klebeband fixiert.  

 

Wie entsteht ein LED-Graffiti?

Für ein LED-Graffiti werden nun mehrere der LED-Throwies an metallische Gegenstände geworfen. Zum Üben bietet sich beispielsweise eine Straßenlaterne an, denn es dauert ein bisschen, bis die richtige Wurftechnik gefunden ist.

Generell sollten die LED-Throwies nicht mit zu viel Kraft geworfen werden, weil die Magneten sonst nicht anhaften können. Sitzen Wurftechnik und Treffsicherheit, können kleine Kunstwerke erschaffen werden. Besonders effektiv sind LED-Graffitis abends und nachts, denn dann sind sie besonders gut zu sehen und manch einer wird sich sicher verwundert fragen, woher die kleinen bunten Lichter plötzlich kommen.  

 

Die Weiterentwicklungen von LED-Throwies

Nachdem die Idee von LED-Graffitis als kostengünstige Eyecatcher viel Zuspruch erfahren hat, wurde an den LED-Throwies weiter gefeilt.

Mittlerweile gibt es neben den einfachen LED-Throwies eine Reihe von weiteren Varianten und Ausführungen:

 

·         Stick anywhere Throwies sind LED-Throwies, die nicht mit Magneten gebaut werden, sondern bei denen Klebemittel verwendet werden.

·         Blinking Throwies sind LED-Throwies, die mit blinkenden LEDs gebaut werden.

·         Bei Rainbow Throwies werden LEDs verwendet, die ihre Farbe ändern.

·         Selbstdimmende Throwies sind mit einem Photowiderstand ausgestattet. Dadurch schalten sie sich selbstständig ab und die Lebensdauer erhöht sich.

·         Floaties sind LED-Throwies, die sich in einer transparenten Kapsel befinden und auf Wasseroberflächen schwimmen.

·         Flyies sind LED-Throwies, die von einem Ballon getragen werden, der mit Helium gefüllt ist.LED-Ice Spheres sind leuchtende Eiskugeln. Diese bestehen aus einem Throwie und gefrorenem Wasser in einem Luftballon.

 

Hier mal eine Video-Dokumentation:

 

 

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