Ein paar Tipps für den Start der Musikkarriere

Ein paar Tipps für den Start der Musikkarriere 

Früher hatten Musiker kaum eine Chance, ihre Musikkarriere zu starten, wenn sie keinen Plattenvertrag in der Tasche hatten oder zumindest über entsprechende Kontakte verfügten.

Also hieß es für viele, dass sie regelmäßig Labels anschreiben und teils jahrelang möglichst viele Auftritte absolvieren mussten, immer in der Hoffnung, irgendwann entdeckt zu werden. Heute sieht die Situation schon anders aus. 

Nicht zuletzt dank Internet haben Musiker und Bands die Möglichkeit, ihre Karriere selbst in Hand zu nehmen und den Durchbruch auch ohne die Unterstützung eines Labels zu schaffen. Natürlich erfordert es viel Arbeit und Engagement, sich in Eigenregie darum zu kümmern, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen.

Zudem ist unbestritten, dass ein Label dem Musiker vieles abnimmt und die Profis die Marketingmaschinerie oft effektiver ins Gang setzen können als ein Laie. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Label gerade durch die eigenen Werbemaßnahmen auf den Musiker oder die Band aufmerksam wird und unter Vertrag nimmt. Zudem ist es allemal sinnvoller, selbst aktiv zu werden, als nur darauf zu hoffen, vielleicht doch noch entdeckt zu werden.

Aber was können Musiker konkret tun?

Hier ein paar Tipps für den Start der Musikkarriere: 

Tipp 1: Die Fans stehen an erster Stelle.

Ohne Fans kann kein Musiker und keine Band erfolgreich sein. Schließlich sind es die Fans, die die Musik hören, die Platten kaufen und die Konzerte besuchen. Bei allen Aktivitäten sollten deshalb die Fans auch das maßgebende Kriterium sein.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Musiker ihre Fans in sämtliche Entscheidungen einbeziehen oder sich gar im Vorfeld abstimmen müssten. Aber es ist durchaus hilfreich, wenn ein angehender HipHop-Star die Perspektive seiner Fans einnimmt und sich überlegt, wie seine Maßnahmen wohl bei ihnen ankommen. 

Tipp 2: Eine Webseite einrichten.

Eine Homepage erfüllt gleich mehrere Funktionen auf einmal. So ist sie eine Werbefläche, auf der sich der Musiker oder die Band vorstellen und ihre Musik bekannt machen können. Außerdem ist sie eine Anlaufstelle, ein Treffpunkt und ein Medium für die Kommunikation zwischen Künstler und Fans.

Daneben ist die Homepage eine Informationsplattform, über die sich Fans über aktuelle News, Konzerte, geplante Aktionen und vieles andere mehr informieren können. Dabei muss die Homepage gar nicht unbedingt eine hochprofessionelle Interpräsenz mit allerhand technischen Spielereien sein. Eine eher einfache Seite, die mithilfe eines Baukastensystems erstellt wurde, reicht im Grunde zunächst völlig aus. Extrem wichtig ist aber, dass die Seite regelmäßig aktualisiert wird.

Zudem muss die Seite beworben werden, damit potenzielle Fans sie überhaupt finden. 

Tipp 3: Das Internet nutzen.

Das Internet ist ein sehr hilfreiches Instrument, um sich selbst und die eigene Musik bekannt zu machen. Eine eigene Homepage ist dabei ein erster Schritt, allerdings bietet das Internet noch weit mehr Potenzial. So sollte der Musiker oder die Band einschlägige Musikportale und Blogs besuchen, um dort Kontakte zu anderen Musikfans zu knüpfen.

Ob der angehende Star dabei seine Beiträge selbst verfasst oder einen Blogger bittet, über ihn zu berichten, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Zum Pflichtprogramm sollte außerdem die Präsenz in sozialen Netzwerken gehören. Schließlich geht es letztlich darum, den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern und gleichzeitig potenzielle Konsumenten anzusprechen, die die CDs später kaufen. Insofern kann es nicht schaden, seine Infos möglichst breit zu streuen.

Ratsam ist aber auch, andere Musiker und Bands ins Netzwerk aufzunehmen. Vielleicht kommt so nämlich die eine oder andere Zusammenarbeit zustande oder es können zumindest Tipps und Erfahrungswerte ausgetauscht werden. Der Konkurrenzgedanke ist an dieser Stelle übrigens überflüssig, denn gerade ein HipHop-Künstler bemüht sich ja darum, sich durch seine eigene Musik und die Texte in seinem charakteristischen Stil unverwechselbar zu machen. 

Tipp 4: Werben.

Die Werbung im Musikgeschäft funktioniert im Prinzip genauso wie in allen anderen Businessbereichen auch. So gehört zur Werbung, Präsenz zu zeigen. Das bedeutet, der Musiker oder die Band sollte möglichst viele Auftritte absolvieren, in kleinen Bars, auf Festivals oder als Vorprogramm bei Konzerten anderer Musiker.

Daneben können Videos von Auftritten oder Proben auf den diversen Plattformen im Internet veröffentlicht werden und selbst ein spontaner Gig in der Fußgängerzone eignet sich, um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Sinnvoll ist außerdem, zu versuchen, die Möglichkeiten vor Ort zu nutzen.

Ob ein Auftritt auf dem örtlichen Stadtfest, bei der Eröffnung eines Ladens, bei der Einweihung des neuen Skate-Parks, all dies sind Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht spielt dann ja auch die lokale Presse mit und der angehende Star kann seinen ersten Zeitungsartikel oder das erste Radiointerview für sich verbuchen. 

Tipp 5: Danke sagen und Geschenke verteilen.

Viele Künstler vergessen, sich bei ihren Fans zu bedanken. Sie erwähnen zwar immer mal wieder, dass sie ohne ihre Fans nicht soweit gekommen wären, ein echtes Dankeschön für das Vertrauen, die Treue und die Unterstützung folgt aber selten.

Dabei wissen es Fans durchaus zu schätzen, wenn sie auch einmal beschenkt werden. Bei diesen Geschenken kann es sich um ganz klassische Werbeartikel handeln, beispielsweise Poster, signierte CDs, Schlüsselbänder, Kappen oder T-Shirts. Solche Artikel lassen sich allerdings auch gut verkaufen. Besser sind deshalb Geschenke, die außergewöhnlich, exklusiv und im Fanshop eben nicht erhältlich sind.

So können im Zuge einer Verlosung beispielsweise eine Fahrt im Tourbus, eine Einladung zum Soundcheck oder ein Sitzplatz auf der Bühne während eines Konzerts als Gewinn ausgelobt werden. Ein solcher Gewinn erfreut nicht nur einen Fan, sondern kann auch für jeden anderen interessant sein, denn die wenigsten können vermutlich von sich behaupten, mit einem Star schon einmal live auf einer Bühne gewesen zu sein.

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