Style-Writing – oder Graffiti ist Kunst!

Style-Writing – oder Graffiti ist Kunst! 

Neben dem Rap, dem DJing und dem Breakdance ist das Writing das vierte Element, das die die HipHop-Kultur ausmacht und findet seine Wurzeln in den 70er-Jahren in New York, als ein Botenjunge mit griechischen Wurzeln diverse Wände und Mauern mit seinem Pseudonym TAKI 183 zierte.

Dabei ist das Graffiti in Form von Style-Writing wesentlich älter und der Schriftzug “Kyselak”, den der Österreicher Joseph Kyselak im 19. Jahrhundert entwarf, gilt als sein Vorläufer. Der Satz “Kilroy was here”, den US-Soldaten während des Zweiten Weltkrieges an vielen Stellen hinterließen, gilt als weiterer Vorläufer. Die ersten Werke entstanden nur mithilfe eines Markers oder eines Filzstiftes, später entdeckten die Writer die Sprühdose als Werkzeug.

In Europa entwickelte sich die Graffiti-Kunst völlig unabhängig von der HipHop-Kultur und entgegen dem amerikanischen Stil steht hier nicht die Schrift oder ein Name im Mittelpunkt, sondern bildliche Motive bilden das Basiselement.

Im Laufe der Zeit ist es dem Graffiti gelungen, sich von der anfänglichen Einstufung als unschöne, illegale Schmiererei zu einer etablierten Kunstrichtung zu entwickeln, auch wenn noch heute viele ein zwiespältiges Verhältnis zu Graffitis haben. Grundsätzlich ist jeder Tag ein Werk, das Elemente der Abstrakten Malerei, der Kalligraphie und des Comics in sich vereint.

Insider kritisieren zwar immer wieder, dass heutige Graffitis oft nur etablierten Regeln folgen, wenig Neues in der Motivwahl und der Ausführung zeigen und vor allem wenig Raum für den eigenen künstlerischen Ausdruck und überraschende Momente lassen.

Dennoch gelingt es immer mehr Writern, nicht nur zahlreiche Auftragsarbeiten an Land zu ziehen, sondern auch von Ihrer Kunst leben zu können. Vermutlich ist es der Tatsache, dass heute nicht mehr idealistische Motive und rebellische Hintergründe als Antrieb für Graffitis stehen, zu verdanken, dass immer häufiger Ausstellungen stattfinden und Writer wie beispielsweise Seen, JonOne oder Jay One zu weltweit anerkannten Künstlern gehören.

Hier mal ein Video aus dem Ausland, über Freestyle Graffiti-Tagging:

 

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Thema: Style-Writing – Graffiti Kunst

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